"Haus LebensWert"

Ein Sozialzentrum für den Norden

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Einen ganzen Gebäudekomplex mit betreutem Wohnen und Sozialwohnungen möchte die Bürgerstiftung „lebensWert” in Egling schaffen. Für den sozialen Wohnungsbau erhofft sich die Stiftung nun Unterstützung vom Landkreis

Egling a. d. Paar – Die Bürgerstiftung „lebensWert” will im nördlichen Landkreis eine Lücke füllen: In Egling soll ein Sozialzentrum entstehen. Vor allem Senioren und pflegebedürftige Personen sollen im „Haus lebensWert” ein Zuhause finden. Der Landkreis will sich vielleicht an dem Projekt beteiligen.

Betreutes Wohnen, sozialer Wohnungsbau und Tagespflege würde die Bürgerstiftung gerne in dem Sozialzentrum aufbauen, erläuterte der Vorsitzende Franz Löffler in der Sitzung des Senioren- und Sozialpolitischen Ausschusses. Seit einigen Jahren habe die Stiftung dieses Projekt bereits im Auge. Mittlerweile habe man einen finanziellen Grundstock von 54000 Euro angesammelt, so der Vorsitzende. Ein 6800 Quadratmeter großes Grundstück in zentraler Ortslage habe man auch schon im Blick. Löffler sieht außerdem „große Übereinstimmungen mit dem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept”. Bereits im November hat die Gemeinde den Beschluss für einen Bebauungsplan gefällt. Die Gemeinde werde das Projekt auf jeden Fall umsetzen, so Eglings Bürgermeister Ferdinand Holzer.

Nun erhofft sich die Stiftung eine Beteiligung durch den Landkreis. Abteilungsleiter für Zentrale Angelegenheiten Jürgen Felbinger stellte zunächst die Zuständigkeit in Frage. Betreutes Wohnen falle nicht in den Bereich der Kreisbehörde, sagte der Kreiskämmerer. Ein Ansatzpunkt könnte aber der soziale Wohnungsbau sein. Hierfür könnte man eine Förderung erhalten, weshalb Felbinger einen gemeinsamen Termin mit der Regierung vorschlug.

Die Förderung wolle man ausschließlich für den sozialen Wohnungsbau, sagte Löffler in der Sitzung. „Eingeschleust“ wären sechs bis acht Wohnungen möglich. Aber auch ein eigenes Gebäude mit rund zwölf Wohnungen wäre denkbar. Die eingeschleuste Variante komme wahrscheinlich nicht in Frage, äußerte Landrat Thomas Eichinger (CSU). Ein eigenes Gebäude vereinfache die Verwaltung sowie die Beantragung von Fördermitteln.

Gemeinde und Landkreis wollen nun die Fördermöglichkeiten und die Grundstücksüberlassung gemeinsam prüfen, dem stimmte der Senioren- und Sozialpolitische Ausschuss einstimmig zu. Das Thema wird nun im Kreisausschuss behandelt.

Astrid Erhard

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