Utting gewinnt an Fahrt – Bürgermeister Lutzenberger ist optimistisch – Zukunftsträchtige Konzepte

„Richtig große Brocken“ muss der Gemeinderat nach Ansicht von Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) im neuen Jahr bewegen. Dazu gehört der Ausbau der Kinderbetreuung ebenso, wie die Sanierung der Gemeindewohnungen, die Hochwasserfreilegung des Mühlbachs und die Ortsentwicklung.

Mehr als eine Million Euro werde allein der Bau des Telos-Kinderhauses im Ortsteil Holzhausen kosten. „Das nimmt uns schon mit“, so der Bürgermeister. Außerdem sei die Gemeinde daran interessiert, die Grund- und Hauptschule zu unterstützen „wo es nur geht“. Denn eine Schule am Ort sei „etwas Wunderbares“. Auch die Zukunft der 54 gemeindeeigenen Wohnungen wird derzeit untersucht. Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung sollen ermittelt und den Kosten für einen Neubau gegenüber gestellt werden. „54 Gemeindewohnungen, das ist für eine kleine Gemeinde wie Utting eine ganze Menge“, betont der Bürgermeister. Ein großes Thema soll in 2009 auch die die Ausarbeitung des Flächennutzungsplanes für die Gesamtgemeinde mit allen Ortsteilen werden. Um darüber und über die damit verbundene Dorfentwicklung zu beraten, möchte sich der Gemeinderat gleich zu Jahresbeginn in Klausur begeben. Auch eine Fortbildung hinsichtlich der Planungsinstrumente, die dem Gremium zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, ist geplant. Im Anschluss soll gemeinsam mit den Bürgern „ein offener Planungsprozess“, auf den Weg gebracht werden. Dabei sei ein Antrag auf Städtebauförderung nicht grundsätzlich ausgeklammert. Aber ohne den Erwerb des 1300 Quadratmeter großen Steinhauser-Grundstücks am Dorfbrunnen sieht Lutzenberger dafür wenig Chancen. „Die Grundstücksverhandlungen sind eine schwierige Sache“, betont der Bürgermeister. Dennoch müsse darüber nachgedacht werden, ob und wie Utting wachsen und zugleich sein Gesicht bewahren könne. Besonders am Herzen liegt dem Grünen-Politiker auch der Hochwasserschutz. Erst wenn die Hochwasserfreilegung des Mühlbaches in trockenen Tüchern sei, könne man an die angestrebte Renaturierung des Gewässers denken, das durch das beschauliche „Tal des Lebens“ und die Dorfmitte fließt. „An diese Reihenfolge müssen wir uns halten, sonst kommt das nächste Hochwasser und zerstört alle Verschönerungsmaßnahmen.“ Zur Gestaltung des Bahnhofsumfeldes, wo der Gemeinde mehrere Grundstücke gehören, gibt es noch keine konkrete Planung. Zum Jahresende 2008 wurde der Bahnhof, wie im KREISBOTEN berichtet, an den die ideal mobil AG verkauft. In der nächsten Gemeinderatssitzung stehen seitens des Rates erste Vorschläge zur Aufstellung einer weiteren Fahrradparkanlage im Bahnhofsumfeld auf der Tagesordnung. Zum Thema Geothermie werde es laut Lutzenberger demnächst Gespräche zwischen dem Investor Geoenergie Bayern und der Gemeinde geben. Bislang sei vom Bergeamt Südbayern noch keine Bohrerlaubnis erteilt worden. Auch bezüglich der Einrichtung eines Solarfeldes am Sulzfeld sei der Gemeinderat nach wie vor gesprächsbereit. Grundsätzlich, so Lutzenberger, sehe er sich als Teil eines Gremiums, das in der Lage sei, über Fraktionsgrenzen hinweg „zukunftsträchtige Konzepte“ zu entwickeln. Danach befragt, welche Vorhaben wann fertig sein könnten, meint der Bürgermeister, dass im kommunalen Bereich nichts im „Hopplahopp-Verfahren“ zu machen sei. „Aber wir bleiben dran“, versichert Lutzenberger, denn es mache Spaß zu sehen, wie „der große Dampfer namens Utting so langsam eine Richtung findet und an Fahrt gewinnt.“

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