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"Es funktioniert nicht!"

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Harte Zeiten stehen an…

Geltendorf – Das Jugendzentrum im Bürgerhaus ist zu, und zwar endgültig. Nachdem es dort immer wieder zu Vandalismus kam und zuletzt sogar ein Fenster eingetreten wurde, haben Bürgermeister und Ratsmitglieder die Nase gestrichen voll.

Die Liste der Schäden, die Bürgermeister Willi Lehmann (CSU) vortrug, nahm schier kein Ende. Verbogene Fensterbleche, Schäden am Putz, von Zigarettenkippen verstopfte Gullis im Atrium, demolierte Lampen und Heizkörper, beschädigte Treppenstufen und Fußböden, von den Jugendlichen nicht sachgemäß montierte Beleuchtung, zertrüm­- merte Kicker und Spuren von Lagerfeuern, die bei nicht genehmigten Partys entzündet wurden – „da schaut’s aus wie Sau“, fasste Josef Weiß (CSU) die Lage zusammen. 

Lehmann berichtete, am vergangenen Montag habe man festgestellt, dass das Fenster am östlichen Eingang eingetreten worden war. „Die Scheibe ist nicht zerbrochen, sondern regelrecht aus dem Rahmen getreten worden.“ Die Spuren­- sicherung der Polizei habe Fußabdrücke von der Scheibe nehmen können, die Anzeige gegen Unbekannt laufe. Nach diesem Vorfall schloss Lehmann das Jugendzentrum bis auf weiteres.

Nur freche Antworten

Der Gemeinderat war sich einig: Es wird nicht wieder aufgesperrt. „In den letzten zehn Jahren hatte jede Generation an Jugendlichen ihre Chance, aber es funktioniert einfach nicht“, so Lehmann. Weder die sozialpädagogischen Fachkräfte, die die Gemeinde eine zeitlang beschäftigte, noch ehrenamtliche Betreuer hätten für akzeptable Zustände sorgen können. Er selbst habe immer wieder Gespräche mit den Jugendlichen geführt, so Lehmann, doch zuletzt nur noch freche Antworten erhalten.

Christian Scheifele (CSU) erklärte, er sei erschüttert über den Zustand der Räumlichkeiten. „Sie sind sanierungsbedürftig. Wir sollten das reno­vieren und die Verursacher zahlen lassen.“ Der verstopfte Gulli im Atrium führe zu Wasserschäden im Schützenheim, das im Untergeschoss des Bürgerhauses untergebracht ist. „Wir hatten den guten Willen, aber so geht es einfach nicht“, fand auch Eckhart Georg Miehle (SPD), und Fraktionskollegin Martina Goldbrunner ergänzte: „Es ist wahnsinnig schade, aber es soll wohl einfach nicht sein.“

Nun sollen Vorschläge für eine neue Nutzung der Räume im Gemeindehaus erarbeitet werden. Ulrike Osman

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