Neu oder gebraucht?

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Wegen zunehmendem Wartungs- und Reparaturbedarf müssen die beiden Blockheizkraftwerke des Lechtalbades noch dieses Jahr generalüberholt werden.

Kaufering – Die beiden 2002 im Lechtalbad installierten Blockheizkraftwerke sind veraltet. Zwei Varianten, die komplette Neuanlage oder die Generalüberholung der Altanlage, standen im Kreisausschuss zur Diskussion. Die Entscheidung fiel auf die wirtschaftlichere Variante: Eine Sanierung für 136700 Euro.

Zur Stromproduktion und Wärmeerzeugung werden derzeit im Lechtalbad zwei Blockheizkraftwerke betrieben. „Der Strom geht dabei zu 80 bis 90 Prozent in den Eigenverbrauch“, erklärte Christian Kusch vom Hochbauamt auf Nachfrage von Kreisrat Josef Loy. Diese beiden Aggregate mit je 50 Kilowatt elektrischer Leistung sind 2002 in Betrieb genommen worden. Für dieses Jahr ist nun die Erneuerung der gesamten Anlage geplant.

Im Zuge dessen untersuchte das Ingenieurbüro Lutzenberger aus Mindelheim die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Sanierungsvarianten. Im Endeffekt bleiben zwei Möglichkeiten: die komplette Neuanlage oder die Generalüberholung der beiden bereits bestehenden Blockheizkraftwerke.

Ein wichtiger Punkt ist aber, dass der Gesetzgeber ab August neue Regeln für die EEG-Umlage festlegen wird. „Für Altanlagen würden hier 1 Cent, für neue 4,4 Cent pro Kilowattstunde fällig“, erläuterte Kreiskämmerer Jürgen Felbinger in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. So gesehen hätte die Generalüberholung der Altanlage im direkten Vergleich einige Vorteile: Zum Einen liefere die generalüberholte Altanlage nach 10 Jahren die höhere Kosteneinsparung, zum Anderen auch einen deutlich höheren Zinsfluss – nämlich 46 Prozent gegenüber 20 Prozent bei der Neuanlage.

So zeichnete sich die Sanierungsvariante „unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten wie Investitionskosten, Kosten je Kilowatt, Kostenertrag und interner Zinsfluss“ als die wirtschaftlichste ab. Bezüglich der Altanlagenüberholung hatten einige Mitglieder des Kreisausschusses doch ihre Bedenken: „Übersteht das die nächsten fünf Jahre?“, wollte Albert Thurner wissen. „Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist nur auf zehn Jahre ausgelegt. So etwas kommt nach zwölf Jahren irgendwann an die Grenze“, musste der Kreiskämmerer da einräumen. 

Den Auftrag für die Generalüberholung der Anlage erhielt auf Beschluss des Kreisausschusses die Firma Comuna-Metall aus Enger. Diese hatte zuvor das Angebot abgegeben, die Sanierung für 136700 Euro durchzuführen.

Astrid Erhard

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