Hilfe, die ankommt

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Zogen jüngst eine erfreuliche Bilanz für den Verein „Von Hand zu Hand – Sri Lanka Hilfe Deutschland“ (von links): Schriftführerin Christine Schmid, Beirätin Isabell Aragon-Schenk, Beirätin, Kassier Raimund Sedlmayr, 2. Vorsitzende Pushpa Schüler, Vorsitzende Gabriele Triebel und Praktikantin Michelle Greiner.

Kaufering – Eine wirkliche Erfolgsgeschichte hat die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Von Hand zu Hand – Sri Lanka Hilfe Deutschland“ jüngst auf der Jahreshauptversammlung präsentiert. Gabriele Triebel berichtete, dass Dank der vielen Spenden das Bubenwaisenhaus „Fatima Boys Home“ in Negombo tatkräftig und erfolgreich unterstützt werden konnte.

Der Kauferinger Verein war im August 2005 gegründet worden – Anlass dafür war das schwere Seebeben mit dem anschließenden Tsunami in Südost-Asien. Danach sammelte man fleißig Spenden, die schließlich in das Bubenwaisenhaus in Negombo flossen. Mit gezielter Nachhilfe, dem Bereitstellen der Schulausrüstung, zusätzlicher Kleidung, einem besonderem Sonntagsfrühstück, einer richtigen Ferienmaßnahme in den Bergen von Sri Lanka und vor allem dem Engagement der 2. Vorsitzenden Pushpa Schüler vor Ort habe sich für die Buben im Waisenhaus einiges zum Besseren verändert, so Triebel.

Die Tür zu einer vermehrten gesellschaftlichen Teilhabe werde immer weiter geöffnet. So habe etwa der Waisenjunge Hasindu als erster im „Fatima Boys Home“ das Abitur gemacht, berichtet Pushpa Schüler, und werde im Moment auf den Besuch der Universität vorbereitet. „Des weiteren hat Manoj die Mittlere Reife abgelegt und besucht nun ein Polytechnikum.“

20 Cent pro Tag

Das langjährige Engagement des Vereins „Von Hand zu Hand – Sri Lanka Hilfe Deutschland“ sei wohl auch zu den staatlichen Stellen vor Ort durchgedrungen, vermutet Triebel. Die Zahl der Buben habe sich von anfänglich 54 auf nun 66 erhöht und die Jungen können auch über das Alter von 15 Jahren hinaus in dem Waisenhaus bleiben. Das Jungenwaisenhaus sei zum „Children Development Center“ aufgestiegen. Nur die staatliche finanzielle Unterstützung sei die gleiche geblieben: rund 20 Cent pro Kind pro Tag. In diesem Zusammenhang wies Kassier Raimund Sedlmayr in seinem Kassenbericht nochmals gesondert auf die Tatsache hin, dass die Spenden zu 99,3 Prozent den Kindern im Waisenhaus zu Gute kommen.

Der Ausblick auf die zukünftige Arbeit des Kauferinger Vereins bringt auch Neues: Die Versammlung sprach sich dafür aus, dass als zweites Projekt ein Mädchenkinderheim im Landesinneren unterstützt wird. Den ersten Kontakt dazu hat das Ehepaar Schüler bereits hergestellt. Zudem wird Abiturientin Michelle Greiner aus Pflug­- dorf ab Januar ein dreimonatiges Sozialpraktikum in diesem Mädchenkinderheim absolvieren. Das und auch das bisherige Engagement der Anwesenden veranlasste die Vorsitzende zu einem „Weiter so!“.

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