Vereint nicht nur im Helfen

Wenn die Freiwillige Feuerwehr der Lechstadt auf die Vereinsaktivitäten zurückschaut, gibt es was zu schmunzeln. Dafür sorgen Schnappschüsse von Ausflügen und Treffen, die Schriftführer Jürgen Ram zusammenstellt. So vereinen die insgesamt 157 Mitglieder neben den Einsätzen nicht nur ihre Aktivitäten an sich, sondern auch Erinnerung an (Vereins-)Erlebnisse. Ram ist bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung in seinem Amt als Schriftführer wiedergewählt worden – so wird es wahrscheinlich auch in den nächsten fünf Jahren Rückblicke mit amüsanten Fotos geben.

Das Jahr aus Sicht der Einsätze präsentierte Christian Jungbauer, der 2. Kommandant. „2009 verlief normal.“ Zudem war es ein unfallfreies Jahr für die Landsberger Wehr. Besonders schwere Einsätze hätte es nicht gegeben. 2010 dagegen begann laut Jungbauer schon anders – mit dem Großeinsatz in Leeder. Am meisten, mit 46 Prozent (153 Einsätzen), waren die aktiven 60 Männer und sechs Frauen bei technischen Hilfsleistungen gefragt. Das sind zum Beispiel Personenbergungen, etwa wenn die Helfer zu Wohnungsöffnungen werden. Diese Aufgaben nehmen zu – etwa ein bis zweimal pro Monat falle dies an, so der 2. Kommandant. Weiter stellt er fest: „Ein großes Sorgenkind sind die Sicherheitswachen, die geleistet werden müssen.“ 79 oder 23 Prozent der insgesamt 335 Einsätze machten diese Wachen aus. Unter den 103 Bränden (31 Prozent), die verzeichnet wurden, seien viele Fehlalarme gewesen, zieht Jungbauer Fazit. Froh ist Jungbauer über die gute Zusammenarbeit mit den Stadtteil-Feuerwehren, was sich auch in der Großübung „Gefahrgutunfall auf der B17neu“ im vergangenen Juni. Zu den Einsätzen kommen Lehrgänge, Prüfungen und Sonderübungen dazu, die die ehrenamtlich Engagierten 2006 absolviert haben. „Ihre großartige Arbeit Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ würdigte auch Sigrid Kollmüller, Landsbergs 3. Bürgermeisterin. Sie übergab zudem einen Scheck von der Stadt. Jugendleiter Markus Riegg indes wünscht sich dringend mehr Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr und deshalb soll jetzt verstärkt geworben werden. Den Flyer „112...Wann kommst Du zu uns?“ gibt es schon. Für April sind an zwei Samstag Infomationsnachmittage geplant. Außerdem werden Plakate in Schulen verteilt. Momentan ist Thomas Matus der einzige Jugendliche bei den Landsbergern. „Man lernt viel Technisches und tut etwas Gutes“, erklärt Matus überzeugt. Auch er hofft, dass sich mehr Junge engagieren. Wie diese auf Einsätze vorbereitet werden, stellte Riegg vor: zum Beispiel mit einem Planspiel, bei dem die Szenarios durchgespielt werden können.

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