Ein Platz der Begegnung

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Nach intensiver Diskussion im Gemeinderat wurde die bereits ausgeschilderten Parkplätze im seenahen, östlichen Bereich der Mühlstraße (Foto) wieder gestrichen.

Dießen – Maximal 35 Parkplätze soll es entlang des verkehrsberuhigten Bereichs Mühlstraße nach dessen Fertigstellung im Herbst noch geben. 36 Parkplätze seien es vor der Umgestaltung allein auf dem Untermüllerplatz gewesen, gab Unterbräu-Wirt Martin Brink (Freie Wähler) zu bedenken. Nach intensiver Diskussion im Gemeinderat ist noch unklar, ob und wo die von Anwohnern und Gewerbetreibenden gewünschten Müllstationen sowie ein Hundeklo aufgestellt werden sollen.

Grundsätzlich, so Bürgermeister Herbert Kirsch, müsste angesichts der Beschilderung als verkehrsberuhigter Bereich allen Besuchern der Mühlstraße klar sein, welche Spielregeln hier gelten. Vorsichtshalber aber werde die Gemeinde die blauen Verkehrsschilder mit einer Infotafel ergänzen, die darauf hinweist, dass nur auf weiß gekennzeichneten Flächen geparkt werden darf.

Unstrittig war im Gremium die Anordnung von insgesamt 16 Parkplätzen in lockerer Folge im oberen Bereich der Mühlstraße bis zum Untermüllerplatz. Auf diesem sind elf allgemeine Parkplätze und einer für die Fahrzeuge von Menschen mit Behinderung vorgesehen und weitere acht Stellflächen auf dem Kiesplatz südlich des Mühlbachs.

Tor zu den Seeanlagen

Hinsichtlich der bereits ausgeschilderten Parkplätze gegenüber des Lokals „Essensart“ gingen die Meinungen allerdings auseinander. Mehrer Ratsmitglieder, darunter Hanni Bauer (SPD) und Petra Sander (Grüne) bezeichneten diese Fläche als „Tor zu den Seeanlagen“, oder als „Platz der Be- gegnung“, wo Kinder auch mal ohne parkende Autos oder Parksuchverkehr laufen, Roller fahren oder skaten können, während die Eltern im Wirtsgarten sitzen. Im Namen der Anlieger forderte Brink vergeblich, die dort ursprünglich vorgesehen Parkplätze zu erhalten. Stattdessen wurde diese mit 9:13 Stimmen abgelehnt.

Auch die zunächst angedachten Parkplätze an der Einmündung zur Bahnhofsstraße sollen nicht eingerichtet werden. Hier sind nun Fahrrad- und Motorradstellplätze vorsehen.

Hinsichtlich der Höchstparkdauer sprach sich das Gremium für eine Stunde aus. Um keinen zusätzlichen Verkehr in die Mühlstraße zu ziehen, soll auch die Parkdauer in der Prinz-Ludwig-Straße von 30 Minuten auf eine Stunde erhöht werden.

Keine Schwellen

Mit großer Mehrheit abgelehnt wurde der Wunsch einiger Geschäftsleute nach Stras- senschwellen, um Autos auszubremsen. „Das Zauberwort ist und bleibt Barrierefreiheit“, betonte Kirsch mit Blick auf die Fußgänger. Ganz zu Schweigen von der Lärmbelästigung, die durch Schwellen entstehen könnte.

Sollten sich Abfallbehälter als notwendig erweisen, möchte sich der Bürgermeister über deren Standort mit Planer Klaus Immich beraten. Über einen geeigneten Platz zur Aufstellung eines Hundeklos dürfen sich die Anwohner Gedanken machen.

Ursula Nagl

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