Verlorenen Boden gut machen

Einen Doppelpack trug Sebastian Bonfert (am Ball) zum 4:1-Erfolg des TSV Landsberg in Kottern bei. Foto: Krivec

„Wir zeigen in dieser Saison zwei Gesichter“, resümiert Sven Kresin nach dem 4:1 (2:1) des TSV Landsberg in Kottern. Im Allgäu präsentierte man mit dem überraschend deutlichen Sieg wieder das attraktivere von beiden. Nach dem nun dritten Sieg in Folge haben die Landsberger Platz acht in der Landesliga mittlerweile wieder im Blick.

Am auch in der Höhe verdienten Erfolg in Kottern gab es nichts zu deuteln, das räumten später selbst die unterlegenen Gastgeber ein. Beide Trainer waren sich nach der Partie einig: Hätte Landsberg seine Chancen besser genutzt, wäre auch ein noch deutlich klarerer Sieg möglich gewesen. Während Kottern einen ra­ben­schwarzen Tag erwischt hatte und überhaupt nur durch einen umstrittenen Elfmeter kurz den Anschluss fand (Yilmaz/45.), dominierte Kresins Mannschaft von Beginn an und erarbeitete sich eine gute Gelegenheit nach der anderen. Den Sieg schossen letztlich Stefan Strohhofer (16.), Sebastian Bonfert (22./56.) und Muriz Salemovic (59.) heraus. Um so mehr sind im Nachhinein die Punkte ärgerlich, die man zuvor leichtfertig liegenließ. „Wir waren gegen Aichach auch nicht so schlecht, gegen Fürstenfeldbruck hatten wir unsere Torchancen, wenn man die nutzt, geht man dann auch als Sieger vom Platz.“ Das Erfolgsrezept für das schönere TSV-Gesicht ist nach Meinung des Spielertrainers gar nicht so kompliziert: „Strohhofer ist plötzlich agil, Bonfert trifft, Salemovic trainiert wenig und spielt gut, Nebihi macht die Sachen einmal etwas einfacher und Krötz ist sehr gut, wenn er seine Leistung so abruft.“ Nur unter Druck? Warum das manchmal nicht so funktioniert hat und man „immer wieder Genickschläge durch individuelle Fehler“ hinnehmen musste, ist Kresin aber auch nicht klar. „Das ist ein Phänomen, das ich mir noch nicht erklären kann“, sagt der 35-Jährige. „Ich verstehe das oft nicht, vor allem bei solchen Spielen wie in Thannhausen oder Eching. Es läuft oft erst gut bei uns, wenn die Mannschaft merkt, dass sie den Druck hat.“ Jetzt seien Mannschaften wie Kottern, Schwabmünchen (am Mittwoch, nach KREISBOTEN-Redaktionsschluss) oder Pipinsried (am kommenden Wochen- ende auswärts) „genau die richtigen zur richtigen Zeit. Da müssen wir den Boden gutmachen, den wir verloren haben. Wir sind jetzt auf Platz zehn, aber wir wollen auf acht, haben also noch nichts erreicht und es noch selbst im Griff“, meint er angesichts sechs noch ausstehender Spiele. Schwabmünchen schiebt Kresin aber die Favoritenrolle zu. „Das ist eine ganz abgezockte Mannschaft, die auch hinten sauber steht. Und sie haben selbst gerade einen kleinen Lauf“. Die zurzeit wegen einiger Verletzungen extrem dünn besetzte Ersatzbank ist für den TSV ebenfalls ein Problem. Man brauche, so Kresin, drei bis vier Leute auf der Bank, „die das Niveau haben und fit sind.“ Kresin will bleiben Die Position nahe am „Qualifikationsstrich“ macht wiederum die Planung für die kommenden Saison im Moment nicht eben leichter. „Ich bin mit einigen Spielern im Gespräch“, so Kresin, „aber das ist natürlich kein leichtes Unterfangen, solange du nicht weißt, in welcher Liga du spielst.“ Für ihn selbst gilt das allerdings nicht, Kresin würde gerne beim TSV weitermachen. „Das hat natürlich Abteilungsleiter Sepp Hintermeier in der Hand, aber ich arbeite gerne in Landsberg. Die Mannschaft ist auch willig, das passt, das sieht man schon an der Trainingsbeteiligung.“

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