Verspielter Erfolg

Herbe Bauchlandung: Gegen Günzburg verspielen die TSV-Handballer eine Vier-Tore-Führung. Foto: Krivec

Nach dem Spiel in der Landesliga Süd beim VfL Günzburg waren sich die Landsberger Handballer nicht so ganz klar, ob sie denn nun einen Punkt gewonnen oder einen verloren hatten. Irgendwie stimmte für das 27:27-Unentschieden beides.

Die Gastgeber hatten sich fest vorgenommen, gegen Landsberg ihren ersten Sieg einzufahren und auf Landsberger Seite wollte man nach dem Sieg in Niederraunau nachlegen. Doch war die Ausgangslage für den TSV alles andere als ideal, Kamen zu den fehlenden Langzeitverletzten doch noch vier gesundheitlich angeschlagene Spieler dazu. Trotzdem erwischten die Gäste den besseren Start und gingen schnell in Führung. Günzburg fand dann zunehmend ins Spiel und kam mit drei Toren in Folge zum Ausgleich. Die Partie entwickelte sich fortan ausgeglichen. Seinen ersten Einsatz in der Landesliga hatte der A-Jugendliche Alexander Neumeyer, und er machte seine Sache gut. Erst zur Pause hin erarbeiteten sich die Landsberger einen Vorteil und konnten mit einer 15:13-Führung in die Kabine gehen. Im zweiten Durchgang kamen sie mit den Gastgebern dann immer besser zurecht und behaupteten die Führung. Bis Mitte der zweiten Halbzeit baute man den Vorsprung sogar auf vier Tore aus und hatte es in der Hand, das Spiel zu entschieden (23:19/45.). Doch nun brachte man plötzlich fast zehn Minuten lang aus unersichtlichen Gründen den Ball selbst in aussichtsreichster Position nicht mehr im gegnerischen Tor unter. Die Chancen wurden schön heraus gespielt, aber es war wie verhext. Ein, zwei Treffer hätten die Partie wahrscheinlich entschieden, aber sie fielen nicht. Eine Rolle dabei spielte sicher, dass die schwierige personelle Situation die Mannschaft hoch beanspruchte. So konnte Günzburg den Rückstand Tor um Tor wettmachen und sogar seinerseits in Führung gehen (24:25/55.). Jetzt wurde es auf beiden Seiten hektisch und die Präzision ging im Spiel verloren. Immer wieder hatten die Gastgeber die Chance den Vorsprung auf zwei Tore zu erhöhen, aber Landsberg hielt dagegen: Mit großen kämpferischen Einsatz blieb man dran und konnte sogar seinerseits in letzter Minute noch den Ausgleich erzielen. „Was da Mitte der zweiten Halbzeit los war, verstehe ich wirklich nicht so ganz“, rätselte der Landsberger Trainer Hubert Müller nach dem Spiel. „Vielleicht macht sich da die hohe Gesamtbelastung auf Grund unserer Ausfälle bemerkbar.“ Im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag um 16 Uhr im Sportzentrum gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Simbach, gibt es für die Landsberger dagegen nichts zu verlieren.

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