Viel Bewegung im Frauenwald

Großreinemachen im Gewerbe- und Industriepark Frauenwald: Wäh­rend vor dem ersten Spaten­- stich für das Edeka-Logistik­zentrum am Donnerstag die letzten Überbleibsel der Rodung beiseite geräumt werden, scheint das benachbarte Großsägewerk der Klausner-Gruppe einen neuen Eigentümer gefunden zu haben: die Ilim Timber Industries aus St. Petersburg.

Unter Berufung auf „gut infor­mierte Branchenkreise“ berichteten am Donnerstag sowohl das österreichische WirtschaftsBlatt als auch der Wiener Standard in ihren Onlineausgaben von dem Geschäft. Danach wolle die schwer angeschlagene Tiroler Klausner Gruppe ihre vier Werke in Deutschland verkaufen. Für zwei davon, Wismar und Landsberg, soll Ilim Timber bereits am Freitag Kaufpreis beziehungsweise Bankgarantien hinterlegt haben. Angeblich soll Russlands führender Zellstoff- und Papier-Produzent zwischen zehn und zwölf Millionen Euro mehr für die Sägewerke geboten haben, als die anderen Interessenten, zu denen auch der Tiroler Holzstoffkonzern Egger gehöre. Spätestens in dieser Woche sollen die Endverhandlungen zu einem Abschluss kommen. Offen, so die Darstellung im Wirtschaftsblatt, seien noch Detailfragen wie Holzversorgung, Verkauf der Produkte und Struktur. Eine Stellungnahme war bis zum Redaktionsschluss dieser KREISBOTEN-Ausgabe von keinem der beiden Verhandlungspartner zu bekommen. Hartmann hakt nach Die aktuelle Entwicklung will der Landsberger Grünen-Landtagsabgeordneter Ludwig Hartmann als Anlass für einen erneuten Antrag zur Prüfung des Holzzuliefervertrages zwischen Klausner Holz Bayern und den Bayerischen Staatsforsten nehmen. Die in der Branche äußerst umstrittene und derzeit ausgesetzte Vereinbarung garantiert dem Sägewerk im Frauenwald staatliches Stammholz weit unter dem Marktwert. Seit gut einem Jahr stehen die Sägen bei Klausner Holz Bayern still. „Kurzarbeit Null“ für die einst 170 Beschäftigten. Landsbergs OB Ingo Lehmann (SPD) brachte auf Anfrage des KREISBOTEN seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser Zustand baldmöglichst zu Ende sei und die Arbeit in dem Großsägewerk endlich wieder aufgenommen werde. Spatenstich für Edeka Anlass zur Freude gibt dem Stadtoberhaupt der kommende Donnerstag. Dann nämlich erfolgt der erste Spatenstich für das neue Edeka-Logistikzentrum südlich von Klausner. Zusammen mit OB Lehmann und Landrat Walter Eichner wird der Vorsitzende der Edeka Südbayern, Hans-Georg Maier, die Baustelle für das 20 Hektar große Areal offiziell eröffnen. Im ersten Bauabschnitt entsteht dort ein 43000 Quadratmeter großes Logistikzentrum, in dem rund 300 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Das 100 Millionen-Euro-Projekt soll in eineinhalb Jahren realisiert sein.

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