Mit viel Tiefsinn

Schon als Karl Anton Winter wandelte Ralf Weikinger auf dem schmalen Grat zwischen Tragik und Komik. In Bernard Slades Komödie „Nächstes Jahr – gleiche Zeit“ darf sich der Schauspieler wieder seinem bevorzugten Thema widmen; als Hauptdarsteller und Produzent. Regie im Stadttheater Landsberg führt Alexander Netschajew, der da­mit als Gast an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

„Dieses Stück begleitet mich schon lange“, so Ralf Weikinger in einem Gespräch mit dem KREISBOTEN, „denn es be­rührt viele Elemente des Mensch­seins.“ In der Handlung, die sich über 25 Jahre erstreckt, verbergen sich alle Facetten der Themen Liebe, Ehe und Zuneigung zu jemand anderem. Worum geht es? Zwei Menschen treffen sich alljährlich in einem Hotelzimmer und verbringen eine Nacht miteinander. Was als Seitensprung begann, wird zu einem festen Ritual, einem ganz besonderen Verhältnis. Die Verfilmung von Robert Mulligan aus dem Jahr 1978 mit Alan Alda und Ellen Burstyn wurde für mehrere Oscars und Golden Globes nominiert. Als Partnerin steht die Münchener Schauspielerin Ursula Berlinghof mit Weikinger auf der Bühne. „Das ist eine Kollegin, mit der es Spaß macht, auf hohem Niveau zu spielen. Außerdem sind wir sehr unterschiedlich, aus diesem Spannungsfeld entwickeln sich ganz wunderbare Situationen.“ Erklärtes Ziel ist, an den Erfolg der „Flucht“ im Jahre 2008 anzuknüpfen. „Die Erwartungen der Zuschauer sind natürlich entsprechend hoch, und die wollen wir erfüllen“, betont Ralf Weikinger, der nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent für diese Inszenierung verantwortlich ist. An das Niveau der „Flucht“ anzuknüpfen, scheint selbst­ver­ständlich, denn nicht nur der Hauptdarsteller ist der selbe: Ralf Weikinger hat Alexander Netschajew als Regisseur gewinnen können. „Die Zusammenarbeit damals war sehr gut,“ erklärt Weikinger, „und wir wollen gemeinsam die Landsberger mit diesem Stück erfreuen und nochmals gutes Theater in der Lechstadt machen.“ Die Premiere von „Nächstes Jahr – gleiche Zeit“ im Landsberger Stadttheater findet am Freitag, 26. Februar, statt; weitere Spieltermine sind 3., 5., 10. und 13. März, jeweils 20 Uhr. Karten gibt es unter anderem beim KREISBOTEN, weitere Informationen im Internet unter www.naechstesjahr.de.

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