Viele Fragen offen

Rundfunkreporter Thies Marsen (mit Mikro) moderierte die Jugendsprechstunde im Innenhof der VR-Bank Landsberg-Ammersee. Foto: Osman

Wird es in Landsberg einen weiteren Jugendtreff geben? Wie sieht es mit Diskotheken aus? Wann entstehen zusätzliche Parkplätze an der Berufsschule? Und warum haben die Organisatoren des Faschingsumzugs der Schulen noch nie ein offizielles Dankeschön gehört? Bei der Jugendsprechstunde mit Landrat Walter Eichner (CSU) und Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) ging es im Rahmen des Tages der Genossenschaften lebhafter zu als auf den meisten Jungbürgerversammlungen. Die von der VR-Bank Landsberg-Ammersee organisierte Runde wurde von Rundfunkreporter Thies Marsen moderiert.

„Die Frage nach Diskotheken wird mir zu Hause auch täglich gestellt“, bemerkte OB Neuner. „Ich habe ja eine Tochter in dem Alter.“ Die Diskothek an der Waitzinger Wiese dürfe an diesem Standort aber laut Bebauungsplan nun mal nicht betrieben werden. „Dafür haben wir ja jetzt eine schöne Disco in Kaufering.“ Details über einen geplanten neuen Jugendtreff, den Neuner als Pendant zum Jugendzentrum einrichten möchte, ließ der OB sich nicht entlocken. „Wir müssen noch baurechtliche Fragen klären.“ Teure Facebook-Party Nach der Zukunft der Bauwagen auf dem Land gefragt, erwiderte Landrat Walter Eichner, im Außenbereich seien dies nun mal Schwarzbauten. „Aber wenn die Gemeinde die Schirm­herrschaft übernimmt und die Sicherheit gewährleistet ist, duldet der Landkreis das.“ Zur Facebook-Party in Kaufering erklärte der Landrat, der Großeinsatz an diesem Tag habe zwischen 300000 und 400000 Euro gekostet. „Ich weiß, ich werde verlieren, aber ich möchte einen Prozess anstrengen, dass der Verursacher diese Kosten tragen muss.“ Das vom Landkreis Landsberg angedrohte Bußgeld werde voraussichtlich auch mehrfach ver­- hängt werden. Zur angespannten Parkplatzsituation an der Berufsschule in der Spitalfeldstraße erklärte der Landrat, es würden demnächst 55 neue Stellplätze geschaffen. „Aber das wird nicht reichen, zumal die Schule noch ausgebaut wird.“ Als sowohl Eichner und Neuner ein Loblied auf das ehrenamtliche Engagement vieler junger Menschen anstimmten, meldete sich einer der Schülersprecher des Ignaz-Kögler-Gymnasiums (IKG) zu Wort. „Dafür, dass wir jedes Jahr den Faschingsumzug ,Gaudiwurm‘ organisieren, haben wir noch nie ein Dankeschön gehört, nicht vom Oberbürgermeister, nicht vom Stadt­rat und auch nicht von den Geschäftsleuten, obwohl die an diesem Tag sehr viel Umsatz machen.“ Mathias Neuner gelobte Besserung: „Das nächste Mal komme ich ins IKG.“ Die weiterführenden Landsberger Schulen beteiligten sich am Tag der Genossenschaften mit diversen Essensständen, deren Erlös den Schulen direkt zugute kommt. Am Nachmittag rockten verschiedene Schulbands auf der Bühne auf dem Georg-Hellmair-Platz, bevor der sich abends in ein Open-Air-Kino verwandelte.

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