"Vogelberger Solaris" als Auslese – Erste Weinlese auf dem Vogelberg bei Geltendorf

Als eine kleine Gruppe engagierter Mitglieder des Obst- und Gartenbau­vereins Geltendorf-Kaltenberg vor zwei Jahren einen Weinberg anlegte, wollte kaum jemand glauben, dass jemals ein genießbares Getränk dabei herauskommen würde. Doch nun haben die oberbayerischen Weinbauern zum ersten Mal Trauben geerntet und die besten Aussichten auf einen richtig guten Tropfen.

„Die Lese war besser als erwartet“, schwärmt denn auch Peter Dopfer und berichtet stolz von den 96 Öchslegrad des Mostes. Die Trauben der Sorte Solaris sind frosthart, frühreif und zuckerhaltig. Sie werden einen relativ süßen Weißwein von Auslese-Qualität liefern. „Das ist schon im oberen Segment“, so Dopfer. 70 kleine Rebstöcke Zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Geltendorfer Gärtner am Südhang des Vogelbergs bei Hausen rund 70 kleine Rebstöcke in die Erde setzten. Mit den Pflanzen wuchs in der Fol­ge­zeit auch das Fachwissen der Hobby-Winzer. Manches Buch wurde gewälzt und manche im Nacht im Internet durchgesurft, um dem einen oder anderen Zipperlein der Rebstöcke auf die Spur zu kommen. Die braunen Blätter zum Beispiel, die im vergangenen Jahr plötzlich auftauchten, waren auf Eisenmangel zurückzufüh­ren und konnten mit biologischem Dünger kuriert werden. Die ersten Reben wurden im Frühjahr 2008 zurückgeschnitten, um die Stämme der Rebstöcke zu stärken. „Der ganze Anbau ist rein biologisch, nichts ist gespritzt“, betont Horst Berger. Für die weitere Verarbeitung der Trauben hat er in liebe­voller Heimarbeit eine alte Kartonpresse vom Wertstoffhof zu einer perfekten Obstpresse umgebaut. Bis die Geltendorfer zum allerersten Mal mit ihrem eigenen Wein anstoßen können, werden noch einige Monate ins Land gehen. Schwefeln, pressen, Hefe zusetzen und gären lassen sind die nächsten Arbeitsschritte, bevor der „Vogelberger Solaris“ in Flaschen abgefüllt und nach einem noch festzulegenden Schlüssel an die Hobby-Winzer verteilt werden kann.

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