Für Wärme und Sicherheit

Gerade erst sind die Arbeiten im Inneren des Kindergartens abgeschlossen, nun geht es an der Schule weiter: Mit Beginn der Osterferien wird die Gemeinde Pürgen ihre über 30 Jahre alte Grundschule in Lengenfeld für rund 1,9 Millionen Euro energetisch sanieren lassen. Neben einer neuen Hei­- zungsanlage und einem neuen Dach sind auch der Einbau einer Sicherheitsschließanlage mit Transponder sowie die Installation einer Kamera im Eingangsbereich geplant.

„Was wir dort schaffen ist für die Zukunft“, sagte Bürgermeister Klaus Flüß kürzlich, als er den Elternbeirat von Schule und Kindergarten über die bevorstehenden Baumaßnahmen informierte. „Die Gemeinde hatte Glück“, betonte Flüß. Aus dem Konjunkturpaket II erhält sie rund 1,3 Millionen Euro für die energetische Sanierung der Schule, so dass die Gemeinde bei einer geschätzten Baugesamtsumme von 1,9 Millionen nur mehr rund 600000 Euro selbst berappen muss. Bei jährlichen Energiekosten von 45000 Euro sei diese Investition „sicher nicht für die Katz’“, so Flüß. Der Energieverbrauch werde sich künftig von 226 auf 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter reduzieren. Der Rathauschef wirbt in der Bürgerschaft für Verständnis, denn auch in den Kindergarten muss in diesem Jahr noch einiges investiert werden: Rund 300000 Euro wird die Außensanierung voraussichtlich kosten, erst dann ist das BRK-„Haus für Kinder“ komplett energetisch saniert. Das hat zur Folge, dass auch die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde nicht mehr bei 979 Euro bleiben wird. „Aber jetzt ist das Gebot der Stunde. Die Zinsen sind günstig und die bisher getätigten Investitionen kommen später allen zugute“, erklärte Flüß. Auf Pellets umstellen Beginnen werden die Bauar­bei­ten in den Osterferien mit der schrittweisen Umstellung der Heizungsanlage von Öl- auf Pelletsheizung. Der Ölkessel bleibe jedoch für Notfälle bestehen, so dass jederzeit mit Öl dazugeheizt werden könne, so Flüß. Zusätzlich wird eine Umluftanlage installiert, wie sie jetzt bereits im Kindergarten in Betrieb ist. Durch den Wärme­austausch sei die Luftqualität dort spürbar besser geworden. Daher werde man diese Anlage auch in der Turnhalle einbauen. In den Pfingstferien folgt dann die Sanierung des Daches, das zum Teil noch aus Eternitplatten besteht. Auch die Fenster, die eine Dreifachverglasung erhalten, und die Türen werden erneuert. „Die Umstellung erfolgt Klassenzimmer für Klassenzimmer“, erläuterte Flüß. Er bitte schon jetzt Lehrer, Schüler und Eltern um Verständnis, wenn es während des Schulbetriebes zu Behinderungen komme. „Wir versuchen natürlich, Rücksicht zu nehmen.“ Highlight der Sanierung wird jedoch das neue Sicherheitskonzept sein. „Wir wollen das Gebäude so sichern, dass ein optimaler Schutz gewährleistet ist. Auch wenn es einen hun­dert­prozentigen Schutz nicht gibt“, so Flüß. Künftig können nur noch Berechtigte die Türen mittels Transponder öffnen. Zusätzlich soll es im Eingangsbereich eine Kamera geben. Über zwei Bildschirme im Rektorat und im Lehrerzimmer kann dann der Eingang überwacht werden. „Wir müssen das nicht machen, aber es bringt einen gewissen Punkt an Sicherheit“, betonte der Rathauschef. Bis zum Ende der Sommerferien – so ist der Plan – sollen die gesamten Arbeiten abgeschlossen sein.

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