Waldkindergarten in Kaufering verwüstet

Große Augen machten die Kinder des Waldkindergartens Kaufering, als sie am Montagmorgen von der Polizei begrüßt wurden. Doch der Anlass ist kein erfreulicher – die Beamten waren vor Ort, um die massiven Sachbeschädigungen aufzunehmen, die bislang Unbekannte im Waldkindergarten angerichtet hatten. „Es war blinde Zerstörungswut“, lautete auch das erste Urteil von Kindergartenleiterin Kerstin Riedel.

Sie hatte am Freitag gegen 12.30 Uhr das Areal verlassen. „Da war noch alles in bester Ordnung.“ Als sie am Montag gegen 7.30 Uhr zum Waldkindergarten kam, fand sie ein Chaos vor: „Beim Bauwagen wurden sämtliche Utensilien, die sich gut verstaut in einer Klappe befanden, herausgerissen. Nägel sowie Werkzeuge - wie etwa kleine Sägen – wurden überall verteilt. „Mit den Sägen haben sie dann wohl auch alle Seile – egal ob Schaukel, Kletter- oder Befestigungsseile – durchgeschnitten. Auch vor den Spielutensilien und den selbst gestalteten Schmuckelementen machten sie keinen Halt“, berichtet Riedel. Und das nicht genug: Aus den durchtrennten Seilen haben die Randalierter so genannte Stolperfallen gebaut. Das und die Nägel und Sägen stellen jetzt eine Gefahr für die Kinder dar. Zwar will die Kindergartenleiterin den Randalierern keine Absicht unterstellen, jedoch hätten sie riskiert, dass sich ein Kind verletzt. Wie gemein die Täter agiert haben, zeigt sich daran, dass sie Hygieneartikel, wie Feuchttücher einfach ins Plumpsklo geworfen haben. Inzwischen wurde mit dem Aufräumen begonnen. Zudem muss geprüft werden, ob etwas gestohlen wurden. Leider ist dieser Vorfall im Kauferinger Waldkindergarten kein Einzelfall. Bereits im Januar wurde in den Bauwagen eingebrochen und vor gut zwei Jahren waren schon einmal Vandalen am Werk. „Doch dieses Ausmaß der Zerstörung war noch nie da.“, erzählt Riedel traurig. Einen Grund zum Strahlen hatte die Kindergartenleiterin am Montag aber doch: Als die Alpinsportzentrale in Landsberg von dem Vorfall gehört hat, hat sich der Geschäftsführer Martin Schmid spontan bereit erklärt, das neue Seile zur Verfügung zu stellen. „Dieses wird dann, mit hoffentlich noch anderen Spenden am 17. Oktober beim Arbeitseinsatz mit den Eltern verbaut, sodass unsere Kinder wieder richtig und vor allem sicher spielen können“, so Riedel. Auch die Polizei ermittelt nun und bittet um Zeugenhinweise. Den Sachschaden beziffert sie auf rund 800 Euro.

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