Warmer (Geld-)Regen für kalte Schule

Gute Nachrichten für die Gemeinde Egling: Sie erhält aus dem Konjunkturpaket II einen Zuschuss in Höhe von 469000 Euro für die energetische Sanierung des alten Schulgebäudes. Die Summe deckt allerdings nur einen Teil der Umbau- und Modernisierungskosten, mit denen das Gebäude in den nächsten Jahren auf Vordermann gebracht werden soll. Die Gesamtmaßnahme hat ein Volumen von rund 1,3 Millionen Euro.

Der älteste Teil des Hauses stammt aus dem Jahr 1913, berichtet Bürgermeister Leonhard Wörl. 1954 wurde angebaut, und 1972 entstand schließlich noch der Gebäudeteil, in dem bis heute die Grundschule untergebracht ist. Hier zeugt eine wärmedämmende Metallverkleidung der Außenwände von der energetischen Sanierung, die vor wenigen Jahren durchgeführt wurde. "Alles raus!" Anders der ältere Komplex, der ursprünglich die 2005 geschlossene Teilhauptschule beherbergte. Einfach verglaste Fenster, uralte, nicht regulierbare Heizkörper und ineffiziente Rohrleitungen, die die Wärme nach dem Gießkannenprin- zip vom Erdgeschoss bis in den Speicher hinauf verteilen – „das kommt alles raus“, so Wörl. Der Baubeginn für die energetische Sanierung ist bereits nächste Woche, abgeschlossen wird sie Mitte nächsten Jahres. Dreifachverglasung, Dämmung der Außenwände und des Daches sowie neue Heizkörper und Leitungen machen jedoch nur einen Teil der Baumaßnahme aus. Die Gemeinde plant darüber hinaus die Errichtung eines neuen Eingangsbereichs sowie die behindertengerechte Ausstattung des Gebäudes mit einem Aufzug, einer Behindertentoilette und einer Rampe im Verbindungsgang zwischen Grundschule und alter Schule. Platz für VHS&Co. Genutzt wird das Gebäude, dessen Charakter trotz aller Modernisierung erhalten bleiben soll, von verschiedenen Einrichtungen: Das Untergeschoss ist für die Volkshochschule vorgesehen. Im Erdgeschoss befinden sich Unterrichts- und Probenräume der Bläserschule Paartal, während der erste Stock Handarbeits- und Werkräume der Schule sowie die Räumlichkeiten des Eglinger Veteranenvereins beherbergt. „Und das Dachgeschoss bietet sich darüber hinaus nach dem Umbau als Standort für unser Heimatmuseum an, das momentan noch im Obergeschoss des Kindergartens untergebracht ist", freut sich der Bürgermeister, „dort ist es aber gerade für ältere Besucher schwer zugänglich." Leonhard Wörl rechnet damit, dass die Gesamtmaßnahme im Jahr 2012 abgeschlossen wird.

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