Aus Wasser 2010 wird Wasser 2013

Der Bau an sich steht schon, aber der neue Wasserhochbehälter im Pössinger Wald bei Pitzling kann erst Anfang des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden – es fehlen noch Zu- und Ableitungen. Foto: Schwaiger

Der neue Trinkwasserhochbehälter in Pitzling ist fertiggestellt – zumin­- dest das Gebäude. Die Inbetriebnahme verzögert sich insgesamt wieder um ein knappes Jahr – das Projekt „Wasser Landsberg 2010“ wird voraussichtlich erst 2013 fertiggestellt sein. Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler ginge es nicht darum, ein „griffiges Schlagwort“ einzuhalten, sondern nichts überteuert erstellen zu müssen, daher die Verzögerung. Es fehlen laut Bauleiter Helmut Maier von den Stadtwerken noch die Zu- und Ableitungen sowie kleinere Restarbeiten. Grund für den Neubau war die bessere Vernetzung der beiden städtischen Trinkwassergewinnungsgebiete.

Um eine vorbildliche Trinkwasserversorgung in der Lechstadt zu gewährleisten, sollen drei Brunnen in zwei voneinander unabhängigen Gewinnungsgebieten vernetzt wer-den. Diese Zonenverbindung soll bei Ausfall eines Gewinnungsgebietes – wie im Hochwasserjahr 2000 – die gesamte Wasserversorgung weiterhin aufrecht erhalten können. Der Beschluss, die Wasserversorgung besser abzusichern stammt laut Stadtwerke-Vorstand Norbert Köhler aus dem Jahr 2002: „Die Politik nannte das Projekt richtig griffig Wasser Landsberg 2010.“ Die Absicherung der Versorgung sei bereits mit dem Neubau der Teufelsküche, der Unterquerung des Lechs zur Verbindung der beiden Gewinnungsanlagen und dem zweiten Hartmahdbrunnen erledigt gewesen. „Der letzte Abschnitt, der neue Hochbehälter, war nicht so dringend“, erklärt Köhler. Der Bau des 15 Meter hohen Wasserhochbehälters in Pitzling, der einen Durchmesser von 31 Metern hat, sei plangemäß fertiggestellt worden. Eigentlich sollte er allerdings schon 2010 ans Netz gegangen sein. Doch die Arbeiten verzögerten sich: „Die Preise für Edelstahl sind uns im Jahr 2010 davongelaufen.“ So beschlossen Stadtrat und Stadtwerke, das 1,6 Millionen Euro teure Projekt zu einem späteren Zeitpunkt auszuschreiben. „Ich glaube, es ist den Landsberger Bürgern wichtiger, dass wir unsere Anlagen zu den veranschlagten Kosten errichten, als dass wir etwas, das noch nicht dringend erforderlich ist, nur um einem griffigen Schlagwort gerecht zu werden, überteuert erstellen.“ Im Juli 2011 erfolgte dann erst der Spatenstich, im Frühjahr dieses Jahres sollte eigentlich alles fertig und bereits in Betrieb genommen sein. „Die Hochbaumaßnahme an sich ist auch fertig“, so Helmut Maier, der in den Stadtwerken für den Hochbau verantwortlich ist. Bevor der Behälter mit drei Edelstahl-Wassertanks im Pössinger Wald aber in Betrieb gehen kann, müssen noch ein paar Restarbeiten erledigt werden. So „fehlen dem Behälter noch die Anbindungen“. Außerdem gehöre zu dieser Maßnahme auch ein großer Schacht am Bayertor, welcher zu einem Großteil in der Epfenhausener Straße errichtet werde. „Wegen der umfangreichen Bauarbeiten und der Sperrung am Hauptplatz konnten wir nicht auch noch mit einer Ampelanlage die Situation in der Epfenhausener Straße und damit am Weilheimer Kreisel beeinträchtigen“, rechtfertigt der Stadtwerke-Vorstand. „Spätestens Anfang 2013 soll der neue Hochbehälter in Pitzling dann in Betrieb gehen“, hofft Maier. Dann sollen laut Köhler auch die Arbeiten am Bayertor abgeschlossen sein, die über die Winterpause der Hauptplatz-Baustelle erledigt werden können. Nach der Inbetriebnahme könne dann auch die Sanierung des Bayertors beginnen.

Meistgelesene Artikel

Vollgas auf eisiger Piste

Reichling – Frostiges Motorsportspektakel unter Flutlicht: Am Freitag, 20. Januar, richtet der MSC Reichling wieder die Zugspitzmeisterschaft im …
Vollgas auf eisiger Piste

"Nicht in dieser Dimension!"

Landsberg – 50 Bewohner der Schwaighofsiedlung haben in einer Versammlung gegen den geplanten Neubau der Obdachlosenunterkunft an der Jahnstraße …
"Nicht in dieser Dimension!"

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kommentare