"Weil wir ein Ziel hatten!"

Die Top-Absolventen ihres Jahrgangs, Ann-Kathrin Geiger und Johannes Heekerens, erhielten von Stefan Jörg (rechts) den Bestenpreis der VR-Banken im Landkreis. Foto: Osman

„Es war eine ziemliche Schinderei, aber es hat sich absolut gelohnt“, so die Bilanz der beiden Schülersprecher der FOS 13, Merlin Flaig und Johannes Heekerens. In der vergangenen Woche konnten die beiden gemeinsam mit 35 weiteren Absolventen der Fachoberschule ihre Abiturzeugnisse in Empfang nehmen. Die allermeisten von ihnen, nämlich 29, erhielten nicht nur die fachgebundene, sondern die Allgemeine Hochschulreife, die dem Abitur auf dem klassischen gymnasialen Weg gleichkommt.

„Die 12. Klasse hat uns nicht ganz gereicht“, beteuerte Heekerens stellvertretend für seinen Jahrgang. „Wir sind an der Schule geblieben, weil wir das Ziel hatten, an die Uni zu gehen – oder weil wir nicht so genau wussten, was wir wirklich machen wollten.“ Es sei die Freude am Erfolg, die die Schüler zum konsequenten Arbeiten und Durchhalten motiviert habe, erklärte Wolfgang Wiedemann, stellvertretender Leiter der Beruflichen Schulen Landsberg (BSL). Erfolg hatten tatsächlich alle, die zur Prüfung antraten: Alle 37 haben bestanden. Damit hätten die Absolventen bewiesen, dass sie in der Lage seien, ein Ziel im Auge zu behalten und zu erreichen, betonte Stefan Jörg, Vorstand der VR-Bank Landsberg-Ammersee. Er war als Vertreter der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis gekommen, um den von diesen gestifteten Bestenpreis zu übergeben. Ausgezeichnet wurden Ann-Kathrin Geiger (Fachrichtung Wirtschaft) und Johannes Heekerens (Sozialwesen), die beide einen Notendurchschnitt von 1,3 geschafft hatten. Landrat Walter Eichner überbrachte den Absolventen die Glückwünsche des Landkreises, zweiter Bürgermeister Norbert Kreuzer vertrat die Stadt Landsberg. Er riet dazu, stets flexibel zu bleiben, den eingeschlagenen Weg immer wieder neu zu überdenken und im Zweifelsfall nicht davor zurück zu scheuen, sich umzuorientieren. Elternvertreterin Angelika Himmelstoß wünschte den frischgebackenen Abiturienten „die nö­- tige Gelassenheit, um in unserer Multi-Optionsgesellschaft das für sie Richtige zu finden“. Schulleiter Oswald Kurr berichtete, dass die Berufliche Oberschule Landsberg in diesem Jahr insgesamt 335 Hochschulzugangsberechtigungen verleiht. „Das sind mehr als alle Gymnasien des Landkreises Landsberg zusammen“. Ihre persönlichen Höhepunkte und Tiefpunkte des abgelaufenen Schuljahres hatten die Schüler in einem humorvollen Film aufgearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass bei aller Arbeit der Spass nicht zu kurz gekommen war und dass die Schüler außer dem Abiturzeugnis noch etwas mitnehmen: Freund­schaften, die bleiben.

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