Römer in der Region

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Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars mit ihren Lehrkräften Carolin Völk, Jürgen Proske und Renate Markoff auf Studienfahrt am Neptunbrunnen in Trient.

Landkreis – Innerhalb eines Jahres entstand in einem Projektseminar Latein am Gymnasium Weilheim ein Werk, das sich sehen lassen kann: Auf 368 Seiten und mit 400 Bildern stellen vierzehn Schülerinnen und Schüler sowie viele Altphilologen, Archäologen, Heimatforscher, Römerexperten und Italienliebhaber – darunter auch zahlreiche Professoren – noch heute sichtbare, manchmal vielleicht aber auch schon in Vergessenheit geratene Spuren der Römer zwischen dem Ammersee und Verona vor.

Der kulturgeschichtliche Reisebegleiter „Auf Spuren der Römer vom Ammersee nach Verona“ gibt Tipps, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen, und zahlreiche Anregungen für Ausflüge zu Stätten und Orten, an denen sich schon die alten Römer aufgehalten haben. 

Neben der Geschichte und Archäologie Raetiens und den Ortsnamen im Landkreis Landsberg, in denen noch heute lateinische Sprachspuren fortleben, werden in dieser Gegend unter anderem die Schondorfer Villa Rustica, das römische Raisting, Epfach, der Auerberg, Kohlhunden bei Marktoberdorf und Peiting, aber auch das Landleben zur Römerzeit im Allgemeinen genauer unter die Lupe genommen. Die Reise, die auf den Seiten des Buches vollzogen wird, beginnt nördlich des Ammersees und endet in Verona. 

Sie folgt dabei keiner geradlinigen Streckenführung, sondern führt auch zu sehenswerten Plätzen, die vielleicht etwas abseits liegen. Ebenso wird hier und da auf „Nicht-Römisches“ entlang der Route aufmerksam gemacht, das sich der Leser nicht entgehen lassen sollte. 

Von Bamberg bis Neapel haben Autoren mit ihren Beiträgen zum Gelingen des Buches beigetragen – und auch Johann Wolfgang von Goethe kommt hin und wieder zu Wort, zum Beispiel, wenn er von seinen ersten Eindrücken am Gardasee berichtet: „Fluctibus et fremitu resonans Benace marino. – Der erste lateinische Vers, dessen Inhalt lebendig vor mir steht und der in dem Augenblicke, da der Wind immer stärker wächst und der Gardasee höhere Wellen wirft, noch heute so wahr ist als vor vielen Jahrhunderten: So manches hat sich verändert, noch aber stürmt der Wind in dem See, dessen Anblick eine Zeile Vergils noch immer veredelt.“

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