Mit Maß und Weitsicht

Bürgermeister Wilhelm Lehmann, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heidi Huber und Pfarrer Thomas Wagner (von links) luden zum in Geltendorf. Foto: Osman

Bürgermeister Wilhelm Lehmann hat den gemeinsamen Neujahrsempfang der politischen und der kirchlichen Gemeinde dazu benutzt, mahnende Worte an die Öffentlichkeit zu richten. Bei der Ausschöpfung demokratischer Mittel müsse man „Maß und Weitsicht“ walten lassen und „ehrlich bleiben“, sagte der Rathauschef. Er spielte damit auf die Kontroverse um das geplante Feuerwehrhaus in Geltendorf an.

Lehmann warb in diesem Zusammenhang auch um Vertrauen in den Gemeinderat. „Die Entscheidungen, die hier fallen, kommen erst nach langen Diskussionen zustande und werden nicht übers Knie gebrochen“. Wie im KREISBOTEN berichtet, haben jüngst rund 500 Gegner des Zwei-Millionen-Euro-Projekts per Bürgerantrag durch­gesetzt, dass das Feuerwehrhaus im Gemeinderat erneut diskutiert wird und damit wieder zur Disposition steht. Am kommenden Freitag um 19.30 stellt die Feuerwehr bei einer Informationsveranstaltung in der Turnhalle die Planung der Öffentlichkeit vor. Lehmann erinnerte außerdem an den Mitbegründer der Geltendorfer Städtepartnerschaft mit dem französischen St. Victor, Père Antoine Bouchet. Der Geistliche war am 1. November vergangenen Jahres überraschend verstorben. 1960 war aus einer zufälligen Begegnung zwischen ihm und dem damaligen Geltendorfer Pfarrer Hans Schneider die Freundschaft der beiden Orte entstanden. Im vergangenen Jahr feierte Geltendorf mit zahlreichen französischen Gästen das 40-jäh­rige Bestehen der Partnerschaft Für den neuen Pfarrer Thomas Wagner war der Neujahrsempfang eine Premiere. Wagner betreut seit September die Pfarreiengemeinschaft von Gelten­dorf, Kaltenberg und Hausen. Die Messlatte für den neuen Seelsorger habe hoch gelegen, so Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heidi Huber. Wagner hatte jedoch keine Schwierigkeiten, in Geltendorf akzeptiert zu werden – im Gegenteil. Schon beim Einführungsgottesdienst „waren wir alle ganz verzaubert“, erinnerte sich Huber. Die noch junge Pfarreiengemeinschaft seien die Ortsteile aus eigener Entscheidung eingegangen, betonte Huber. Jetzt gehe es darum, gemeinsam zu entscheiden, was für die einzelnen Orte unverzichtbar sei und was gemeinsam gestaltet werden könne. „Dabei müssen wir Rücksicht auf die lokalen Gegebenheiten, auf die Möglichkeiten und Grenzen nehmen.“ Auch die Vereine der einzelnen Ortsteile gehen immer mehr dazu über, Feierlichkeiten gemeinsam auszurichten. Vieles würde sich sonst mangels Beteiligung nicht mehr tragen, bedauerte Bürgermeister Lehmann. Er will auch weiterhin ehrenamtliches Engagement nach Kräften unterstützen und bat die anwesenden Vertreter des öffentlichen Lebens, weitere Freiwillige anzuwerben.

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