Volles Haus, volles Programm

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Bastelstunde in Kaufering: Hier entsteht eine Piñata, das Bastel-, Kreativ- und Sportangebot ist vielfältig.

Kaufering – Weltreisen, gebastelte Kunstwerke und schweißtreibender Sport: Für jeden Geschmack ist etwas dabei, beim Hilti-Feriencamp in Kaufering. Seit mittlerweile zehn Jahren besteht das Angebot, bei dem die Marktgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen bis zu 150 Kinder zwei Woche lang tagsüber betreut.

Gestern Brasilien, heute Russland. Was sich nach anstrengendem Jetset-Leben anhört, ist in Wirklichkeit die „Weltreise“ des Hilti-Feriencamps, das die Marktgemeinde Kaufering auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit dem Liechtensteiner Werkzeughersteller angeboten hat. Jeden Tag „bereisen“ die Kinder ein anderes Land, lernen spielerisch interessante Aspekte kennen und basteln ihre eigenen Souvenirs. Wie ließe sich die russische Seele besser ergründen, als mit einer selbst gewerkelten Matrjoschka?

„Die Tendenz geht dahin, in allen Ferien ein Betreuungsangebot zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Erich Püttner. Dabei kann die Marktgemeinde auf verschiedene Helfer zählen. So zum Beispiel den Kreisjugendring, den Förderverein Ferienbetreuung, die Mittagsbetreuung oder eben Hilti. Das klappe hervorragend, loben Claudia Wallner, Leiterin der Unternehmenskommunikation und Personalmanagerin Korinna Bippus. „Unsere Mitarbeiter gewinnen an Flexibilität und wissen das Angebot sehr zu schätzen.“

Zum zehnten Mal fand das Feriencamp nun bereits statt. Seit Anbeginn erfreut es sich großer Nachfrage, schnell war die Kapazitätsgrenze von 150 Kindern erreicht. In diesem Jahr tummelten sich rund 130 Teilnehmer an den sieben bis acht Stationen. Dabei liege die Quote an „Hilti-Kindern bei fünfzig-fünfzig“, weiß der leitende Sozialpädagoge Eduard Sokolowski. Vor allem in der ersten Ferienwoche sind die freien Plätze in den Betreuungsgruppen schnell belegt, in der zweiten entspannt sich die Lage etwas.

Worauf in den einzelnen Gruppen jeweils eingegangen wird, hängt maßgeblich von den Interessen und Qualifikationen der Betreuer ab. Diese kommen teils „aus dem weiteren Umland ganz gezielt nach Kaufering“ und seien allesamt vom Fach, erklärt Püttner. Neben der Weltreise gibt es Sport- und Bastelgruppen sowie Kreativwerkstätten. Auch ein eigenes Angebot für die Kleineren wurde eingeführt. Ein Highlight steht immer freitags an, wenn beispielsweise die Feuerwehr oder eine Impro-Theatergruppe zu Besuch sind.

Es ist also zwei Wochen lang mächtig etwas geboten, rund um die Kauferinger Mittelschule. In der Sporthalle fliegen Bälle, Kinder hangeln sich an Turngeräten rauf und runter oder üben Salti auf der Weichbodenmatte. In der Klassenzimmern und Werkräumen wird geklebt, gepinselt und gebastelt. „Aus der Not eine Tugend“ habe man mit diesem Standort gemacht, ist Püttner zufrieden. Früher war das Camp im Sportzentrum untergebracht, das dann aber aufgrund der Sanierung gesperrt war. Die Mittelschule habe sich aber aufgrund ihrer vielfältigen Möglichkeiten als Glücksgriff erwiesen.

Und so entstehen hier unzählige Mosaikbilder, Handytaschen, Traumfänger und dergleichen. Ganze acht Paletten Bastelzeug werden binnen der zwei Camp-Wochen verarbeitet, rechnet Sokolowski vor. Die Teilnahmegebühr für das vielfältige Angebot liegt pro Kind bei 9 Euro am Tag, inklusive Essen. Die Plätze sind weiterhin begehrt. „Eine schöne Sache“, findet auch Püttner.

ras

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