"Wer weiß wofür es gut ist?"

Allen voran beim Abitur am Ammerseegymnasium waren in diesem Jahr (von links): Kim Klingler (1,4), Toni Klose (1,0) und Julia Leinauer (1,3). Foto: Bauch

In die große weite Welt hat am Freitag das Ammersee-Gymnasium seinen zweiten Abiturjahrgang entlassen. 66 Abiturienten müssen ihren Weg jetzt selbst finden und sich von der behüteten Umgebung ihrer Schule verabschieden. Mit Wehmut, aber auch viel Stolz blickte vor allem Oberstufenkoordinator Andreas Schaumann auf die vergangenen Jahre zurück. Schulleiter Klaus Rechenberger und Bürger­meister Herbert Kirsch gaben den hochschulreifen Schülern Einiges mit auf den Weg.

Maßgeblich die Eltern haben laut Schaumann dazu beigetragen, dass es überhaupt etwas zu feiern gibt am Ammersee-Gymnasium. 2006 schickten sie ihre Kinder aus verschiedenen Schulen des Landkreises an das damals neue ASG und so ist der Jahrgang mit dem Abitur nun am Ziel angekommen. Der Oberstufenkoordinator lobte vor allem den respektvollen Umgang der Abiturienten untereinander, zu bemängeln hatte er aber die Arbeitseinstellung einiger: „Ihr habt euch leider oft unter Wert verkauft, das ist schade.“ Es gehöre wohl auch zum Zeitgeist, jegliche Anstrengungen zu vermeiden: Allerdings ist sich der engagierte Lehrer sicher: „Jetzt habt Ihr die Chance in einen Bereich zu gehen, in dem Ihr gerne Anstrengung zeigt.“ Bürgermeister Herbert Kirsch wünschte den jungen Menschen ebenfalls, dass sie die Chancen ergreifen können, die sich ihnen bieten. Das Marktgemeindeoberhaupt gab den Abiturienten schließlich noch eine ganz persönliche Erfahrung mit auf den neuen Lebensabschnitt: „Auch wenn mal etwas nicht so gut läuft – wer weiß wofür es gut ist?“ 17 Schüler des diesjährigen Abiturjahrganges am ASG haben eine 1 vor dem Komma. „Das sind immerhin rund 26 Prozent“, lobte Schulleiter Klaus Rechenberger. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Und die Schule selbst könne sich ebenso sehen lassen, denn diese 66 Schüler haben maßgeblich zur künstlerischen und architektonischen Gestaltung der Schule beigetragen. Auch bei den Geldbeschaffungsmaßnahmen zur Finanzierung ihrer Abiturfeier bewiesen die Gymnasiasten vom Ammersee Kreativität: Sie veranstalteten einen gelungenen Konzert-abend und einen Flohmarkt. „Wir haben auch Sinnvolles geschafft“, bestätigten die Schülerinnen Lioba Lutz und Amira Hoeltz in ihrer Abschiedsrede. „Wir und unsere Lehrer haben allen Grund, stolz zu sein“, so die frisch gebackenen Abiturientinnen. „Zwar nicht immer auf unser Wissen, aber sicherlich auf unsere gemeinsamen Erfahrungen.“ Die Abiturienten am Ammersee-Gymnasium Adler Tom, von Aigner Leopold, Althaus Richard, Auerbach Luisa, Bader Annabell, Bader Stefanie, Baryschnikow Marina, Bauer Maximilian, Berger Manuel, Billes Kerstin, Bishara Samantha, Boenisch Jonas, Böswald Lena-Maria, Bracht Cindy, Braun Hanna, Breitenberger Michaela. Enge Agnes-Christin, Ester Carolin, Feuerabendt Constantin, Gerum Tanja, Gottschalk Philipp, Graf Julia, Günther Sophia, Gullotta Luca, Hammerl Raul, Hammermann Antonia, Hartmann Benedict, Hedeler Anna, Hemmer Sarah, Hilker Tim, Hochleitner Franziska, Hoeltz Amira, Hohagen Hans, Holler Timmo, Hubert Vanessa, Klaas Elena, Klingler Kim, Klose Antonia, Klotz Tamara, Koch Valentin, Krämer Alexander, Kraus Lennart, Kredig Lisa, Kreißig Sophie. Leinauer Julia Sophia, Lüdtke Philipp, Lutz Lioba-Noemi, Möstl Claudia, Nagl Paul, Orrom Victoria, Rauch Barbara, Reißig Alexander, Ritter Simone, Ropers Philipp, Runge Johanna. Schmid Bernadet, Schmid Christina, Schwarz Rafael, Schwarzer Malte, Ultsch Nina, Weber Maureen, Weber Moritz, Weber Verena, Werbach Eva, Will Vanessa, Winterfeld Henrik.

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