Willkommene Fehler der Gäste

Kopfballstark prästentierte sich der TSV Landsberg, hier Sebastian Bonfert (links), am Samstag in der Partie gegen den SV Pullach. Foto: Krivec

Endlich ist es mal andersherum gelaufen: Ausgerechnet in der zum „Sechs-Punkte-Spiel“ ausgerufenen Partie gegen Pullach profitierte der TSV Landsberg beim 4:1 (2:0) am Samstag massiv von Patzern des Gegners. „Diesmal haben die die Fehler gemacht und wir sie ausgenutzt“, freute sich Spielertrainer Sven Kresin. „Letztendlich war das dann auch in der Höhe verdient.“

Danach hatte es zu Beginn vor gut 150 Zuschauern allerdings nicht ausgesehen. Nach sechs Minuten entwischten die Gäste schon zum zweiten Mal auf der rechten Angriffsseite ihren Gegenspielern, die scharfe Hereingabe rauschte an TSV-Keeper Obermayer vorbei, Thurnhuber schaffte es allerdings, aus vier Metern vor dem komplett leeren Tor den linken Pfosten anzuvisieren. „Der ist normal drin“, meinte auch Kresin. War er aber nicht und damit hatten die Pullacher ihr Pulver überraschender Weise auch schon verschossen. Landsberg nahm das Heft nach und nach in die Hand, zeigte sich im Strafraum zwar einige Male zu umständlich, nutzte dann aber die Fehler des Gegners kühl aus. Nach einer Ecke traf Strohhofer zum 1:0 (37.), nach einem Freistoß von Michelini zum 3:0 (64.) – beide Male per Kopf und beide Male segelte Pullachs Keeper eigenwillig an den Hereingaben vorbei. „Shohat zähle ich zu den besseren Torhütern der Liga, aber er hatte wirklich keinen guten Tag“, so Kresin. Überfallartig Regelrecht überrumpelt wurden die Gäste aber dann jeweils nach diesen Treffern. Nur Sekunden nach dem Anstoß tauchten die Landsberger zweimal überfallartig zu dritt ohne Gegenspieler vor dem Tor auf, in der 38. Minute lupfte Rakaric souverän zum 2:0, in der 65. schob Starker ungefährdet zum 4:0 ein. Dieser Treffer wiederum hatte einen kuriosen Hintergrund: Kresin hatte Sekunden zuvor Strohhofer nach dessen vorentscheidendem 3:0 zugunsten von Starker ausgewechselt. Dem Mittelstürmer gefiel das offensichtlich gar nicht, doch noch während er sich verstimmt auf den Weg in die Kabine machen wollte, schlug Starker schon nach 15 Sekunden zu – da musste dann auch Strohhofer lachen. Der Hand-Elfmeter, durch den Pullach noch zum 4:1 kam (73.), hatte keine Auswirkungen mehr. Rechnung offen Nach dem überzeugenden Sieg, der dem TSV Landsberg erst einmal etwas Luft nach unten verschaffte, dürfte es keinen Grund geben, die Aufstellung vor der Partie in Wolfratshausen am kommenden Wochenende groß zu ändern. „Wenn sich durch das Training oder Verletzungen nichts außergewöhnliches ergibt, werde ich wohl höchstens auf einer Position wechseln“, blickt der Trainer voraus. Das ist bemerkenswert, weil Kresin für das Pullach-Spiel in der Defensive viel getauscht hatte. Korora, Wochnik und Buschel fanden sich nach dem 1:5 in Augsburg auf der Bank wieder, lediglich Letzterer kam nach 70 Minuten für Steinberger (Achillessehnenprobleme) noch ins Spiel. Damit kann sich auch Kevin Enzi wieder Hoffnungen machen, der auf der rechten Seite eine starke Partie zeigte. Mit Wolfratshausen hat man ohnehin noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel in Landsberg ging in der Nachspielzeit verloren, was bei Spielern, Trainer und Zuschauern für Fassungslosigkeit gesorgt hatte. Kresin: „Das Spiel hätten wir 8:1 gewinnen müssen. Ich hoffe, dass die wenigstens die Hosen voll haben, die wissen auch, was wir damals spielerisch mit ihnen gemacht haben.“ Wichtig sind auch diese Zähler wieder: mit 31 Punkten ist der Gegner punktgleich mit Landsberg. „Aus den letzten zehn Spielen sollten wir schon noch zwölf Punkte holen, dann sind wir sicher“, gibt der Trainer die Marschroute aus.

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