Windkraftanlagen

Lässt der Gegenwind der Luftwaffe nach?

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Weil die Bundeswehr in Sachen Windkraftanlagen offensichtlich zurückrudert, muss Geltendorf jetzt schleunigst einen Teilflächennutzungsplan aufstellen.

Geltendorf – Die Gemeinde muss das Verfahren zur Aufstellung ihres Teilflächennutzungsplans Windkraft schleunigst weiterführen. Aussagen der Bundeswehr, wonach im Raum Gel­tendorf und im gesamten nördlichen und mittleren Landkreis keine Windkraftanlagen möglich sind, seien teilweise zurückgenommen worden.

Das hat Planer Marc Wißmann vom Planungsverband (PV) Äußerer Wirtschaftsraum im Gemeinderat deutlich gemacht. „Offenbar gibt es innerhalb der Bundeswehr einen Machtkampf zwischen denen, die die Energiewende unterstützen, und denen, die an allen Möglichkeiten der Luftfahrt festhalten wollen.“ Vom Luftwaffenamt in Köln gebe es Signale, wonach trotz der Höhenbegrenzung auf 675 Meter über Normalnull die Genehmigung für Windkraftanlagen erteilt werden könne. „Für Außenstehende ist undurchschaubar, was da innerhalb der Bundeswehr passiert“, sagte Wißmann.

Für die Gemeinde Geltendorf ist jetzt Eile geboten. Bekanntlich liegt bereits ein Bauantrag für ein Windrad im Wald zwischen Walleshausen und Petzenhofen vor. Dieser konnte vom Landratsamt Landsberg für ein Jahr zurückgestellt worden, weil die Gemeinde ein eigenes Verfahren zur Aufstellung eines Teilflächennutzungsplans Windkraft in Angriff nahm.

Der Planentwurf wurde im Mai vergangenen Jahres vom Gemeinderat genehmigt. Darin ist ein potenzieller Windkraftstandort ausgewiesen, der sich allerdings nicht mit dem Wunsch des Antragstellers deckt. Als dann die negativen Aussagen der Bundeswehr kamen, schien die Planung nicht mehr notwendig.

Nun bleiben der Gemeinde vier Monate, um das Verfahren zum Abschluss zu bringen. In dieser Zeit müssen unter anderem ein Umwelt- und ein Artenschutzbericht eingeholt sowie die Behördenbeteiligung und öffentliche Auslegung durchgeführt werden. Bis zum 17. Juni sollte der Plan idealerweise genehmigt sein. „Ab dem 18. Juni wird der vorliegende Bauantrag im Landratsamt weiter bearbeitet“, kündigte Wißmann an. Er sieht die Chancen, dass die Bundeswehr ihre Haltung ändert, bei 50:50.

Ein Gemeinderatsbeschluss war nicht erforderlich, um das Verfahren wieder aufzunehmen. „Wir werden einfach unseren originären Plan weiter verfolgen“, so Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU).

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