Wohin des Weges?

Die Marktgemeinde Kaufering führt derzeit eine Verkehrserhebung durch. Dabei werden an den Ortseingangs- und -ausfallstraßen die Kennzeichen der Fahrzeuge erfasst. Foto: Weh

Rund 2100 Kauferinger Haushalte hatten sie am vergangenen Wochenende im Briefkasten: Die beiden Fragebögen zur Ermittlung des Verkehrsverhaltens der Kauferinger Bürger. Sie sind neben der Kennzeichenerfassung Bestandteil der von der Marktgemeinde durchgeführten Verkehrserhebung, die einmal Planungsgrundlage für das Projekt Gesamtverkehrsplan sein soll.

Bereits am Freitag waren rund 50 Personen in die Verteilung der Fragebögen eingewiesen worden. Welche Haushalte an der Erhebung teilnehmen, wurde per Zufallsprinzip ohne Namensnennung aus 39 Bezirken ermittelt. Neben einem allgemeinen Fragebogen sollen die Bürger in dem so genannten Wegefragebogen Auskunft darüber geben, wohin sie am gewählten Stichtag, dem 5. Oktober, gehen oder fahren und welche Verkehrsmittel sie dabei nutzen. „So ist es auch von Interesse, wo geparkt wurde oder ob am Stichtag gar kein Weg außer Haus unternommen worden ist“, erklärt Hans Koch, Marktgemeinderat und Beauftragter für die Verkehrserhebung. Die Befragung erfolge anonym und halte alle Bestimmungen des Datenschutzes ein, versichert er. Zusätzlich zur Befragung werden am Dienstag, 28. September, an allen Ortsein- und –ausfallstraßen die Kennzeichen möglichst aller vorbeikommenden Fahrzeuge elektronisch erfasst. Um die datenschutzrechtlichen Belange zu wahren, dokumentieren die Geräte die Art des Fahrzeugs (Pkw oder Lkw) sowie das Buchstaben-Kürzel und den Ziffernblock des Kennzeichens, während die Ortskennung unerfasst bleibt. „Wir wollen mit der Kennzeichenerfassung die bisherigen Verkehrszählungen ergänzen und fundierte Daten und Angaben zum Aufkommen und zur räumlichen Verteilung des Verkehrs, vor allem auch in Kaufering-Dorf, erhalten“, so Koch. Deshalb finde die elektronische Erfassung auch an den Querschnitten der Scheuringer Straße, Epfenhauser Straße, Schwiftinger Weg und Lechbrücke statt. Die erlangten Daten sollen künftig die Planungsgrundlage für den Gesamtverkehrsplan sein, in dem die wichtigen Ziele und Maßnahmen für die Kauferinger Verkehrsentwicklung der nächsten zehn bis 15 Jahre festgeschrieben werden. Der Schwerpunkt liegt laut Koch jedoch in der Optimierung des Rad- und Fußgängerverkehrs sowie des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. „Wir vermuten beispielsweise aber auch, dass sich der Verkehr auf der B17 alt wieder erhöht hat“, sagt Koch. „Das wollen wir jetzt mit der Verkehrserhebung dokumentieren, um entsprechende Maßnahmen für die Zukunft ergreifen zu können.“

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