Wo Kinder gerne kneippen

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Ingrid Traut-Krebber und Karin Böhm vom Kneipp-Verein Landsberg, Rita Mayer vom Kneipp-Bund Bayern (von links) und der Penzinger Bürgermeister Johannes Erhard gratulierten Leiterin Birgit Geier zur Aufnahme des Kindergartens Wurzel Purzel in den Kreis der Kneipp-Kindergärten.

Epfenhausen – Der Kindergarten Wurzel Purzel darf sich ab sofort offiziell „Kneipp-Kindergarten“ bezeichnen. Im Rahmen der Weihnachtsaufführung nahm Leiterin Birgit Geier das Gütesiegel und die Zertifizierungsurkunde vom Kneipp-Bund Bayern entgegen.

Die Kita im Penzinger Ortsteil Epfenhausen ist die erste im Landkreis Landsberg, die ihren Schützlingen gesundheitsbewusstes Verhalten nach der Lehre Sebastian Kneipps nahe­bringt.

„Wir kneippen täglich“, berichtet Geier. Dazu gehört, dass die Erzieherinnen mit den Kindern Wassergüsse und Armbäder machen, dass man sich viel im Freien bewegt, dass immer frisches Obst und Gemüse sowie Kräuter- und Früchtetees auf dem Tisch stehen. Neulich sind sie sogar barfuß durch den Schnee gelaufen. „Das muss man Kindern erst mal beibringen“, sagte Bürgermeister Johannes Erhard bewundernd. „Den Kindern wird hier spielerisch nahegebracht, wie man gesund bleibt. Das ist eine tolle Sache."

Tatsächlich geht es den Kneipp-Anhängern nicht um das Vermeiden von Krankheit, sondern um den Erhalt des Wohlbefindens – ein wichtiger Unterschied im Blickwinkel, auf den Rita Mayer hinwies. Die Regionalbeirätin des bayerischen Kneipp-Bundes war aus Ottobeuren nach Epfenhausen gekommen, um Urkunde und Siegel zu überreichen. Kneipps Lehre basiere auf den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Le­bens­- ordnung. In Bayern haben sich bislang 45 Kindertagesstätten diesen Prinzipien verschrieben, bundesweit sind es 300.

Das fünfköpfige Team im Kindergarten Wurzel Purzel hat sich im Rahmen einer Schulung intensiv mit der Lehre Kneipps vertraut gemacht. Bereits seit Mai 2011 wird sie mit den 31 Buben und Mädchen praktiziert, und denen macht es großen Spaß, wie Leiterin Birgit Geier berichtet. „Die Kinder trinken sogar den Brennnesseltee, den die meisten Erwachsenen nicht mögen.“ Wichtig war ihr auch die Reaktion der Eltern, und die war durch die Bank positiv. Einige haben sogar schon festgestellt, dass ihre Kinder seltener krank werden, seit sie täglich kneippen. Ulrike Osman

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