Zahme Eisbären, bissige Piranhas – Sieg und Niederlage für EVL 2000

Die Revanche gegen die Eisbären Juniors ist geglückt. Verlor der EVL 2000 kürzlich noch beim Tabellenletzten mit 5:4 nach Penaltyschießen, so gab es am am Sonntag einen klares 5:2-Erfolg. Es war zugleich die Wiedergutmachung für die derbe 8:5-Klatsche am Freitag in Rostock.

Dabei sah es an der Ostsee anfangs gar nicht so schlecht aus. Zwar versenkte Kevin Richardson die Scheibe bereits nach knapp vier Minuten zum 1:0 für die Piranhas – die einmal mehr ersatzgeschwächten Landsberger knüpften aber da an, wo sie zuletzt gegen Herne aufgehört hatten. Nur die Chancenverwertung ließ im ersten Abschnitt gehörig zu wünschen übrig. In den zweiten 20 Minuten das gleiche Spiel: Rostock mit leichtem Übergewicht, aber der EVL spielte gut mit. Trotzdem machten erst einmal die Nordlichter die Treffer. David Hördler schloss einen schnell vorgetragenen Angriff zum 2:0 (30.). Doppelschlag zum Ausgleich Als die Rostocker schon den Sieg feiern wollten, schlugen die Landsberger im Stile eines Spitzenteams zurück. Innerhalb von nur drei Minuten machten sie durch Thorsten Rau (31.) und Daniel Huhn (33.) das 2:2. Damit aber war die Landsberger Herrlichkeit an der Rostocker Schillingallee schon wieder beendet. Völlig von der Rolle präsentierte sich die Mannschaft in den letzten 20 Minuten. Schon nach 28 Sekunden verwandelte Karol Bartanus einen Querpass zum 3:2 – vier Minuten später bekam er auch noch einen Penalty zugesprochen. Bartanus hämmerte die Scheibe zum 4:2 unter die Latte – damit war das Spiel gelaufen. Zwar schaffte Jordie Preston in der 51. Minuten noch einmal den Anschlusstreffer zum 4:3, Stefan Gottwald (51.) und in der 52. Minute wieder der überragende Bartanus sorgten mit ihren Toren für klare Verhältnisse. Kyle Piwowarczyk und David Hördler (beide Rostock) sowie Jordie Preston und Alex White sorgten danach quasi im Sekundentakt für den 8:5-Endstand. Starker Auftakt Dieser Stachel saß sehr tief, „zumal wir uns gerade zu Beginn des letzten Drittels viel vorgenommen hatten“, bilanzierte EVL-Coach Ibelherr. Doch sein Team bewies am Sonntag gegen die Eisbären Juniors Berlin große Moral. Von Beginn an drückten es mächtig auf den Kasten der Gäste. In Überzahl fiel dann die Landsberger Führung. Alex White verwandelte einen Querpass von Jordie Preston zum verdienten 1:0. Nur 47 Sekunden später besorgte Paul Caponigri bereits das 2:0 (8.). Erst danach kamen die kleinen Eisbären vor das Tor von Alex Reichelmeir, der den Vorzug vor Peter Holmgren bekam. Kräftig mitgeholfen hatte dabei Schiedsrichter Maximilian Plitz, der Patrick Gruber in der 16. Minute vom Eis stellte. „Er hat den Berliner unabsichtlich mit dem Schläger getroffen und der hat gleich den sterbenden Schwan gespielt“, beurteilte Franz-Xaver Ibelherr die Situation. Allerdings musste er sich nicht lange darüber ärgern, denn seine Spieler hielten hinten dicht und legten im zweiten Abschnitt nach. Innerhalb von vier Minuten erhöhten Noah Katz (22.), Thorsten Rau (24.) und Daniel Nörenberg (26.) auf 5:0. Die Partie war freilich gelaufen und die Landsberger spielten die Partie im Schongang nach Hause. Berlin schaffte nur noch durch Maximilian Hofbauer (35.) und Marc Wittfoth (55.) zum 5:2 etwas Ergebniskosmetik. Saison-Endspurt Es war bereits das vorletzten EVL-Heimspiel der aktuellen Saison. Am kommenden Wochenende müssen die Fans – zumindest am Hungerbachweg – auf ihre Lieblinge verzichten. Lediglich das Auswärtsspiel gegen den EC Peiting steht am Freitag an.

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