HSB zittert sich zum nächsten Sieg – Ein starkes Drittel reicht zum 91:86-Erfolg gegen Breitengüßbach 2

Nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich die Heimerer Schulen Basket Landsberg zu Allerheiligen beim Heimspiel gegen den TSV Breitengüßbach 2. Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit, die nur aufgrund der ebenso schwachen Leistung der Gäste ausgeglichen verlief, reichten acht starke Minuten nach dem Seitenwechsel zum Sieg. Den herausgespielten Vorsprung retteten die Lechstädter zum 91:86-Endstand über die Ziellinie.

Vier Minuten mussten sich die knapp 500 Zuschauer im Landsberger Sportzentrum gedulden, ehe es die Mannschaft von Trainer Sascha Kharchenkov schaffte, den Ball erstmals in dieser Partie im gegnerischen Korb unterzubringen; Florian Pejchar verwandelte eine seiner beiden Freiwürfe zum 1:7. Besser wurde es danach aber nicht. Die Trefferquote war einfach nur „unterirdisch“, Zusammenspiel war überhaupt keines vorhanden und in der Verteidigung wirkte insbesondere Jason Boucher lustlos. Einzig und allein Fabian Kirchhoffs erfolgreichen Einzelaktionen war es zu verdanken, dass Landsberg weiter im Spiel blieb. Und im zweiten Viertel kamen dann auch noch unnötige Fouls hinzu, sodass die Gäste auf 37:44 enteilen konnten. Die letzten Aktionen vor der Halbzeit gehörten dann aber dem bis dahin enttäuschenden Jason Boucher. Zwei Ballgewinne, vier Punkte und eine Vorlage gingen in den letzten Sekunden auf sein Konto – Pausenstand 43:44. Nun hofften die Basketfallfans, dass das der Weckruf für beide Mannschaften war. Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel schienen sich beide Teams nicht mehr gegen­seitig unterbieten zu wollen. Breitengüßbach traf von Außen traumwandlerisch sicher und auch Boucher traf nach 22 Fehlwürfen in Folge über die letzten Spiele endlich wieder einen 3er. Ein offener und attraktiver Schlag­abtausch entwickelte sich. Auf beiden Seiten gab es krachende Dunkings zu bestaunen und Landsbergs Bester, Fabian Kirchhoff (27 Punkte, 7 Rebounds), stellte in der 28. Minute auf 70:61 für die HSB. Dann jedoch kehrte bei Landsberg wieder der Schlendrian ein. Güßbach verkürzte zur Viertelpause auf 73:68 und zu Beginn der letzten zehn Minuten betrug der HSB-Vorsprung zwischenzeitlich nur noch zwei Zähler. Kharchenkov reagierte und stellte den foulbelasteten Boucher wieder ein. Und der brachte mehr Struktur ins Spiel. Doch in der 36. Minute musste Boucher mit seinem fünften Foul vom Feld und plötzlich schien Landsberg in der Verteidigung wie gelähmt. Man ließ die so treffsicheren Gäste offen an der 3er-Linie stehen und wurde prompt bestraft. Einfacher Korbleger Zwei vergebene Freiwürfe und ein Schrittfehler später leuchtete bei noch zehn Sekunden Spielzeit ein 89:86 für die HSB von der Anzeigetafel. Trainer Kharchenkov hatte in seiner letzten Auszeit den richtigen Spielzug parat und diesmal führ­ten ihn seine Spieler auch souverän aus. Per einfachem Korbleger sorgte Lukas Klocker für die Entscheidung und den 91:86-Endstand. Um am kommenden Wochen­ende auswärts gegen den BC Energie Zwickau eine Chance zu haben, muss sich die Landsberger Mannschaft noch gewaltig steigern. Vor allem im Bereich des Zusammenspiels offenbarte die HSB ungeahndete große Defizite.

Meistgelesene Artikel

Ein Kreisverkehr ist out

Kaufering – Pendler, die morgens zur Hauptverkehrszeit auf der alten B17 in Richtung Landsberg unterwegs sind, kennen das Problem zur Genüge. Wenn …
Ein Kreisverkehr ist out

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Landsberg – Die Stadt hat den Bewohnern der Schwaighofsiedlung, dem Bauträger und den Interessenten für die 23 Reihenhäuser an der Jahnstraße im Jahr …
Die Stadt vergisst, was sie zugesagt hat

Kommentare