HSB zittert sich zum Sieg – Landsberger Basketballer behalten gegen Ansbach die Oberhand: 89:83

Es war nicht immer das schönste Spiel und am Ende machten es die Heimerer Schulen Basket Landsberg auch noch unnötig spannend, doch als die Schlusssirene ertönte, ging die Mannschaft von Trainer Alexander „Sascha“ Kharchenkov dennoch zum sechsten Mal in Folge als Sieger vom Platz. Hapa Ansbach Piranhas, Absteiger aus der 2. Bundesliga ProB, rangen die Lechstädter in einer kampfbetonten Partie mit 89:83 nieder – und das obwohl sie grippebedingt auf Robert Apelt und Joe Hountondji verzichten musste.

Richtig gut ging’s los für die HSB: Andrais „Dre“ Thornton entschied den Sprungball gegen Ansbachs Defensivspezialist Joel Nganko für sich, woraus Kapitän Michael Teichner umgehend Kapital zog und per Korbleger die schnellen ersten Punkte der Partie erzielte. Jason Bouchers Dreier kurz darauf ließ Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen Dresden wach werden, als er im ersten Viertel derer gleiche sieben traf und Florian Pejchar – wie immer ein Vorbild an Einsatz – stellte wenig später auf 14:3. Ansbach reagierte und nahm die erste Auszeit. Und die zeigte prompt Wirkung. Landsberg verlor den Rhythmus und somit die zweistellige Führung. Nach zehn Spielminuten hieß es 25:17 für die Hausherren. Im zweiten Spielabschnitt ging durch zahlreiche Ballverluste der Spielfluss verloren. Ansbach war in dieser Phase abgezockter und verkürzte auf 27:23. Die Partie wurde wieder ansehnlicher, als sich nun auch endlich die 500 Zuschauer lautstarker zu Wort meldeten. Aber auch sie konnten nicht verhindern, dass die Gäste die Führung übernahmen. Schlichtweg zu viele Fehlpässe und -würfe wurden auf Landsberger Seite fabriziert. Dabei schien besonders Fabian Kirchhoff keinen guten Tag erwischt zu haben. Ansbach spielte nach Ballgewinnen schnell nach vorne und konnte zur Halbzeit sogar mit 35:40 in Führung gehen. Auch nach der Pause schien zunächst keine Besserung in Sicht. Ansbach nutzte den ersten Ballbesitz, um seine Führung auszubauen und ging wenig später sogar zweistellig in Front. HSB-Youngster Lukas Klocker war es, der dann per Dreier die Landsberger Aufholjagd einleitete. Nun fingen die HSBler an zu kämpfen. Kein Ball wurde verloren gegeben und Jason Boucher und Dre Thornton heizten den Zuschauern mächtig ein. Die Partie wurde zusehends körperbetonter. Vor allem Boucher musste ein ums andere Mal einstecken, wurde dafür aber mit Freiwürfen belohnt, die er traumhaft sicher verwandelte. Teichner und Pejchar sorgten in der Verteidigung für die nötige Intensität; nach einem technischen Foul der Ansbacher übernahmen die Lechstädter wieder die Führung. Beim Stand von 62:58 ging es ins letzte Viertel. Toller Start für Goldbach Und da sah es zunächst so aus, als würde die Vorentscheidung schnell fallen. Klocker traf erneut von der Dreier-Linie, der Rest der Mannschaft überzeugte durch schönes Zusammenspiel. Thornton stellte schließlich auf 73:64 zugunsten der HSB. Eigengewächs Jannis Goldbach kam ins Spiel, erzielte sofort vier Punkte in Folge, Fabian Kirchhoff hatte endlich seinen Wurf wieder gefunden und stellte auf 81:69. Doch drei Minuten vor Schluss kassierte Boucher wegen Meckerns einunnötiges technisches Foul. Ansbach nutzte das Momentum und verkürzte schließlich eine halbe Minute vor Schluss noch auf 87:83. Doch die Gäste machten zu wenig aus ihren Chancen und so zitterte sich die HSB am Ende ins Ziel. Zwar war es noch unnötig spannend geworden, doch verdient war der Sieg trotzdem, denn wenn es darauf ankam, zeigten die Landsberger den größeren Willen. Für die HSB: Jason Boucher (26), Andrais Thornton (18), Florian Pejchar (14), Fabian Kirchhoff (13), Michael Teichner und Lukas Klocker (je 6), Jannis Goldbach (4), Lars Ullrich (2) und Marcus Kästner.

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