Die Zufahrt neu geregelt

Die Marktgemeinde will die Zufahrt in die Seeanlagen neu regeln. Erklärtes Ziel: so viele Autos wie möglich von dem Areal verbannen. Wie Bürgermeister Herbert Kirsch im Gemeinderat ausführte, ist dieser Schritt nötig, da die Verwaltung im vergangenen Jahr 1180 Zufahrtsberechtigungen ausgestellt, allein 930 davon für die Segel­schule.

Nachdem der Bahnübergang vor dem P&R-Platz am Bahnhof hinüber zu den Seeanlagen beinahe fertig gestellt ist, „sollte nun auch die Anzahl der ausgestellten Zufahrtsberechtigungen reduziert werden“, so Kirsch. So herrscht im Gremium Einigkeit darüber, dass man mit der geschaffenen kurzen Verbindung durchaus auch ein paar Schritte gehen könne. Gleiches gelte für Behinderte, da der Übergang behindertengerecht gestaltet ist. Darüber hinaus sollen sämtliche öffentliche Parkplätze im gesperrten Bereich gestrichen werden. Der einstimmig gefasste Beschluss sieht vor, dass sich die Zufahrt in die Seeanlagen auf nur wenige beschränkt. Dazu zählen die Besitzer von Grundstücken und Bootshütten. Wer sein Fahrzeug abstellen will, muss dies aber auf eigenem Grund und Boden tun. Die Ausweise gelten drei Jahre lang, Feriengäste erhalten eine befristete Berechtigung. Eine gebührenfreie Zufahrt erhalten zudem die Mitglieder des Segelclubs, „da diese wie Anlieger zu werten sind“, so Kirsch. Sollten die Parkplätze auf dem Clubareal jedoch besetzt sein, dürfen die Segler zwar Be- und Entladen, müssen dann aber ihr Fahrzeug anderswo parken. Fischer und sonstige Gewerbetreibende, welche beruflich in den Seeanlagen zu tun haben, können ebenfalls kostenfrei hineinfahren, aber nicht auf öffentlichem Grund parken.Diskussionsbedarf hatte das Gremium bei der Frage, ob man von Wassersportlern, die Bootsliegeplätze oder Bojen gemietet haben, eine Gebühr für eine Zufahrtserlaubnis verlangen sollte. Antoinette Bagusat (Dießener Bürger) kann sich solch eine Gebühr vorstellen zumal gerade Wassersportler öfters mal Ausrüstung an den See bringen müssten. Robert Lotter (Freie Wähler) kritisierte diesen Vorstoß, von Bootsbesitzern, die zwei Mal im Jahr ihr Boot slippen, Geld zu verlangen. Letztlich fasste das Gremium einstimmig den Beschluss, Personen, die einmalige größere Lieferungen tätigen müssen, etwa das Slippen oder Bestücken eines Bootes, eine auf den dafür benötigten Zeitraum befristete Genehmigung zu erteilen. Auch für Veranstaltungen wie etwa Töpfermarkt oder Regatten könnten Ausnahmeregelungen ge­troffen werden.

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