Zuhause für Kasplerl und Co.

Der Kasperl (hier mit Helmit Glatz, links, und Günther Pretzsch, rechts) hofft, im neuen Theater bald viele Zuschauer begrüßen zu dürfen Foto: Eckstein

Bald kann er einziehen, der Kasperl. Zwar muss noch eine Menge Arbeit investiert werden, aber so langsam nimmt das neue Puppentheater „Am Schnürl“ im Gebäude der Kauferinger Grundschule Gestalt an.

In einem warmen Orange leuchtet die Außenfassade des ehemaligen Gymnastikraums, durchbrochen von kleinen quadratischen Fenstern, wie ein Setzkasten. Hier hat das Marionettentheater „Am Schnürl“ seine neue Heimat gefunden, nachdem es Ende des Jahres 2009 aus „ihrem“ Landsberger Theater, einem Kellerraum der Katharinenschule ausziehen musste (der KREISBOTE berichtete). „Zum Glück hat uns der Kauferinger Bürgermeister Dr. Klaus Bühler damals spontan angeboten, hier ein neues Theater zu gründen und unsere Ausrüstung zwischenzulagern, sonst hätten wir alles wegschmeißen müssen“, erzählt „Schnürl“-Gründer Helmut Glatz. „Alles“ bedeutet in dem Fall mehr als 150 selbst gefertigte Marionetten, liebevoll gestaltete Kulissen und unzählige kleine und große Requisiten. Die Zuschauertribüne ist bereits fertig und muss nur noch mit Auflagen belegt werden, Stühle hat das Agrarbildungszentrum Landsberg beigesteuert. Auch die Bühne, eine verschieb- und klappbare Konstruktion, um den Raum auch anderweitig nutzen zu können, ist nahezu fertiggestellt. Tüftelarbeit bedeuten noch die Bühnenwagen, mit denen die Kulissen hin- und hergeschoben werden können. Das neue Theater besteht aus einem kleinen Foyer, dem Theatersaal selbst, einer Werkstatt, einem Lagerraum und einem Magazin. Das Farbkonzept des Designers setzt sich auch im Inneren fort, der Zuschauerraum bietet Platz für 70 bis 80 Puppentheater-Fans. Helmut Glatz und seine Mitspieler freuen sich darauf, dass sie mit den Proben schon bald beginnen können, war doch die erste Vorstellung bereits für Ende 2010 geplant. Doch durch verschiedene Umstände verzögerten sich die Arbeiten immer wieder, das „Schnürl“ musste auf seine mobile Bühne zurückgreifen, mit der sie beispielsweise bei der „Langen Kunstnacht“ oder dem Ruethenfest spielten. Noch lagern 60 Kisten bei der Gemeinde, aber nach und nach füllt sich das neue Domizil – mit dem Kasperl, dem Zwerg Nase, der Nachtigall und vielen weiteren Gestalten, die die vielen Mitwirkenden des „Schnürl“ hoffentlich bald wieder zum Leben erwecken…

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