"An die Zukunft denken"

Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler (links) und Fritz Lutzenberger unterzeichnen die Gründungsurkunde. Foto: Schmid

„Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist, anderen eine Freude zu machen.“ Mit diesem Zitat von Mark Twain eröffnete Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler den Festakt zur Gründung der Bürgerstiftung Reichling-Ludenhausen.

Die Grundsteinlegung wurde gebührend gefeiert: Der offizielle Festakt wurde musikalisch vom Saxophon-Ensemble der Bläserschule Lechrain umrahmt, und die Reichlinger Trachtenjugend führte Volkstänze auf. „Stiften heißt, an die Zukunft zu denken“, erklärte Horner-Spindler in ihrer Ansprache. Durch die Stiftung könnten in Zukunft Dinge verwirklicht werden, die ansonsten nicht möglich wären, betonte die Bürgermeisterin. Das Konzept der Sparkasse hätte es der Gemeinde erleichtert, „auf einfache Art und ohne großen Bürokratismus“ eine Stiftung zu gründen, so Horner-Spindler. Dazu seien 10.000 Euro an Grundkapital nötig gewesen: Die Hälfte davon bringe die Kreissparkasse Schongau ein, die andere Hälfte die Gemeinde selbst. Fritz Lutzenberger, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, überreichte der Bürgermeisterin zu diesem Zweck einen Scheck über 5000 Euro. Für ihn sei die Feier in Reichling quasi ein „Heimspiel“, bemerkte Lutzenberger: Denn schließlich würden dort ja seine beruflichen Wurzeln liegen. Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Alexander Schmitz wies darauf, dass man sich über jede Bürgerstiftung der Bank auch im Internet informieren könne. Für eine persönliche Beratung stehe die Stiftungsbeauftragte Christine Schuster allen Interessierten zur Verfügung. Schuster informierte auch gleich bei der Gründungsveranstaltung über die Möglichkeiten der Stiftung. Jeder, der Geld stiftet, investiert damit in gemeinnützige Projekte und kann damit „seine“ Gemeinde und „seine“ Mitbürger unterstützen. Mit dem Ertrag werden innerhalb von Reichling und Ludenhausen zum Beispiel die Bereiche Jugendhilfe, Altenhilfe, Sport, Kunst und Kultur, Bildung und Ausbildung oder Rettung aus Lebensgefahr gefördert. Damit unterstützen die Stifter Vereine, Organisationen, Institutionen, bestimmte Projekte und ehrenamtliches Engagement. Der Stiftungsrat soll in Kürze bestimmt werden. Die Kreissparkasse nutzte die Veranstaltung auch gleich dazu, dem örtlichen Trachtenverein eine Spende über 500 Euro zu überreichen.

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