Zurück am Ort seines Entstehens

Landrat Walter Eichner, stv. Landrätin Ruth Sobotta, Hartfrid Neunzert (ehem. Leiter des Stadtmuseums), Kreisheimatpflegerin Heide Weißhaar-Kiem, Doris Zelt und Sparkassendirektor Hans Reiter bei der Übergabe des Mutter-Bildes (v. li.). Foto: Peters

Er war Maler, Grafiker und Fotograf und gilt als einer der bekanntesten Landsberger Künstler: 40 Jahre lang lebte und wirkte Johann Mutter in der Lechstadt, ehe er 1974 nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren starb. Viele Gemälde hat Mutter in dieser Zeit geschaffen, eines kehrte nun jüngst in den Landkreis zurück. Mit einer kleinen Feier begrüßte Landrat Walter Eichner das neu erworbene Kunstwerk mit dem Titel „Das Klösterl in Landsberg“ im Landratsamt.

Das großformatige Bild, welches Mutter vermutlich in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts gemalt hat, zeigt das Landsberger Klösterl von der West-Seite des Lech-Ufers mit dem Jungfernsprungturm im Hintergrund. Wie in vielen seiner Werke spielt auch in diesem der Lech eine große Rolle, eine Charakteristik, die dem Künstler einst den Beinamen „Lechmaler“ einbrachte. Die Art, in der Mutter das Bild schuf, sei jedoch außergewöhnlich für die damalige Zeit gewesen, sagte Hartfrid Neunzert, ehemals Leiter des Stadtmuseums und eng mit der bisherigen Besitzerin Doris Zelt befreundet. „Er hat so viel Moderne reingebracht, wie es die Landsberger gerade noch vertrugen.“ Neunzert war es auch, der gemeinsam mit Eichner den Kauf des Gemäldes einfädelte. „Ich schätze die Verbdindung zu beiden sehr“, sagte Zelt, deren Familie einst eng mit Mutter befreundet war und immer noch viele Werke des Künstlers besitzt. Dass die Wahl, als es um den Verkauf eines dieser Werke an den Landkreis ging, ausgerechnet auf das „Klösterl in Landsberg“ fiel, sei indes kein Zufall gewesen, erzählte Zelt. „Es sollte ja schon ein Bild sein, dass Landsberg abbildet.“ Finanziell möglich gemacht hat den Kauf im Übrigen die Sparkassenstiftung. „Wir haben nicht lange diskutieren müssen. Es ging schließlich um ein Mutter-Bild“, erklärte Sparkassendirektor Hans Reiter. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Da das „Klösterl in Landsberg“ nicht das erste Mutter-Bild im Landratsamt ist, soll es dort nun bald auch einen gemeinsamen Ort für die Werke des Künstlers geben. „Es ist an der Zeit für einen Mutter-Flügel“, so Eichner.

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