"Nachholbedarf im Osten"

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Der Kindergarten „Regenbogen“ ist offenbar seit längerem nicht voll ausgelastet.

Landsberg – 867 Kindergartenplätze gibt es in Landsberg, 790 sind belegt, somit 77 frei. Von 131 Krippenplätzen sind 124 vergeben. Eine entspannte Lage sieht OB Mathias Neuner trotzdem nicht, wie er jetzt im Stadtrat erklärte. Es handele sich um ein „fiktives Überangebot“, zusätzliche Plätze müssten geschaffen werden.

Wegen des steigenden Anteils an behinderten Kindern, für die die Verwaltung jeweils drei Regelplätze ansetzt, sei der Überhang in den Kindergärten gar nicht so groß, wie er rechnerisch erscheine, so Neuner. Zudem sei der Kindergarten „Regenbogen“ bereits seit längerem nicht mehr voll ausgelastet. Dass diese Situation „wegen hohem Migrationsanteil“ entstanden sei (wie es in der Beschlussvorlage der Verwaltung wörtlich heißt), wollte in der Sitzung dann aber niemand mehr sagen, „bauliche Gründe“ gab 2. Bürgermeisterin Doris Baumgartl stattdessen an. Sie sieht „vor allem im Osten der Stadt noch Nachholbedarf“ bei den Krippenplätzen.

Auch deshalb kündigte OB Neuner jetzt im Pressegespräch an, dass die freigewordene Hausmeisterwohnung im Heilig-Kreuz-Kindergarten in vier Kindergarten- und drei Kinderkrippenplätze umgewandelt wird. Dass sich Landsberg mit einer Krippenplatz-Quote von 27 Prozent „absolut am unteren Ende“ befindet (Neuner), musste die Verwaltung aber auf Nachfrage von Jost Handtrack (Grüne) korrigieren. „Es ist korrekt, dass die Betreuung durch die Tagesmütter dazugerechnet werden muss“, bestätigte Gerhard Müller vom Referat Schulen, Jugend, Sport. Damit erhöhe sich die Quote auf „gut 30 Prozent“.

Sorgen müssten sich die Landsberger Eltern ohnehin nicht machen, so Doris Baumgartl. „Man kann sich das alles in Ruhe anschauen und entscheiden, wo man sein Kind unterbringen will. Vom 4. bis 8. Februar werden von allen Kindergärten die Plätze vergeben.“ Dabei werde ausdrücklich nicht in der Reihenfolge der Anmeldung vorgegangen. Wie die Verwaltung jetzt mitteilt, haben die Eltern bis Ende April Zeit, eine Zusage zu bestätigen. Die Plätze, die wegen Mehrfachanmeldungen oder aus anderen Gründen nicht in Anspruch genommen werden, sollen dann ab 30. April in einer zweiten Runde an mögliche Nachrücker vergeben werden.

frk

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