Zwei Banken feiern Verlobung – Landsberg-Ammersee Bank und Raiffeisenbank Lech-Ammersee kooperieren

Die beiden größten Genossenschaftsbanken im Landkreis, die Landsberg-Ammersee Bank und die Raiffeisenbank Lech-Ammersee, haben am Freitag bekannt gegeben, dass sie fortan im Rahmen einer „engen Kooperation“ zusammenarbeiten wollen. Ziel ist die Fusion zu einem späteren Zeitpunkt. „Dies ist ein erster Schritt zu einem gemeinsamen Haus“, so Klaus Schmalholz, Vorstand der Landsberg-Ammersee Bank eG gegenüber der Presse. „Ein behutsames Zusammenwachsen erschien uns die bessere Wahl“, ergänzt Günter Seger, Vorstand der Raiffeisenbank Lech-Ammersee eG.

Bereits seit einigen Wochen werden hinter den Kulissen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erarbeitet, um ohne Fusion schon zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll und damit kostensparend zusammen zu arbeiten. In den letzten Jahren sei man über die erfolgreiche Arbeit im Kreisverband, dem alle Kreditgenossenschaften im Landkreis angehören, bereits mehrfach themenbezogene Kooperationen eingegangen, erläuterte Manfred Binder von der Landsberg-Ammersee Bank eG. Die Euroeinführung sowie die Energiespartage sind dafür zwei Beispiele. Auch beim Jugendmalwettbewerb arbeiten die Banken im Landkreis seit nunmehr 38 Jahren zusammen. Dieser Erfolg soll sich nun für die beiden Banken in einer „engen Kooperation“ fortsetzen um die gemeinsamen Kräfte dauerhaft zu bündeln. Die dabei freiwerdenden Ressourcen wollen beide für die Beratung am Kunden einsetzen. Der Vertrag beinhaltet die Zusammenarbeit interner Abteilungen sowie eine sinnvolle Ergänzung der vorhandenen Ressourcen bei Mitarbeitern wie auch bei der Technik. Beide Banken bleiben dabei uneingeschränkt selbstständig. Darüber hinaus dient die eingegangene Kooperation auch einer Fusionsvorbereitung durch den Austausch ausführlicher Informationen. „Im Rahmen dieser intensiven Zusammenarbeit wird sich zwischen beiden Häusern eine Vertrauensbasis als tragfähiges Fundament einer Fusion entwickeln“, so Bernd Runge. Der Fusion müssen natürlich die Mitgliedergremien der beiden Banken zustimmen. Hier können die postitven Erfahrungen aus der Kooperation als sichere Entscheidungsgrundlage für die Mitglieder und Vertreter dienen. Die Vorstände und Aufsichtsräte beider Häuser sind sich sicher, den Zeitpunkt für diesen Schritt richtig gewählt zu haben: „In den Wirren der Bankenkrise haben vor allem die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Stärke gezeigt. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, auch die weitere Zukunftsfähigkeit dieser Bankenform unter Beweis zu stellen und die Unternehmen als wichtigen Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region zu festigen.“ Die beiden Genossenschaftsbanken in Zahlen per 31. Dezember ’07, wobei die Bilanzzahlen 2008 noch vorläufig sind: • Raiffeisenbank Lech-Ammersee eG: Bilanzsumme 182,43 Mio. Euro; Kundeneinlagen 145,47 Mio. Euro; Forderung an Kunden 98,93 Mio. Euro; 3942 Mitglieder; 15281 Geschäftsanteile; 49 Mitarbeiter gesamt; 9 Filialen. • Landsberg-Ammersee Bank eG: Bilanzsumme ca 502 Mio. Euro; betreutes Kundenvolumen Bank 736,7 Mio Euro; betreutes Kundenvolumen gesamt 958,6 Mio Euro; 11333 Mitglieder: 34498 Kunden; 68907 Konten; ca. 200 Mitarbeiter; 18 Vertriebsstellen.

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