Zwei Mal Premiere

Alex Rigas (rechts) musste gegen Vereinskollegen Max John ausnahmsweise im Trikot der Schwaben antreten. Foto: Halmel

Das Volksfest im Ausnahmezustand: Traditionell steigen am letzten Wiesn-Samstag die Boxer des TSV Peißenberg im Bierzelt in den Ring. Heuer haben sie gegen eine Auswahl Schwabens gekämpft und erst im letzten Duell entschied sich der Sieg der TSV-Staffel mit 7:5 gegen die Schwabenauswahl. Christoph Wittur siegte ebenso wie Teamkollege Michael Rigas und Alex Kirsanov.

Seit über 40 Jahren absolvieren die Peißenberger Boxer Auftritte in Landsberg ohne Probleme. Beim diesjährigen Einsatz schrammte die TSV-Staffel aber nur knapp an einer unerfreulichen Premiere vorbei. Nachdem zwei Boxer des Gegners kurzfristig absagten und ein Faustkämpfer vom Ringarzt keine Freigabe erhielt, standen nur fünf Kämpfe auf dem Zettel von TSV-Boxchef Sigi Willberger. Mit einem kleinen Kniff und einem vereinsinternen Duell zwischen Max John und Alex Rigas, letzterer trat für die Schwaben an, verhinderten die Peißenberger dann die Absage. „Nur sechs Kämpfe habe ich in 30 Jahren bei den Boxern noch nicht erlebt“, so Abteilungsvize Sepp Habersetzer. Das war aber nicht die einzige Premiere. Das Halbschwergewichtsduell, das mit einem gerechten Unentschieden zwi-schen den beiden Vereinskollegen endete, ging über fünf Runden. „Im Amateurboxen ist diese lange Distanz außergewöhnlich“, verriet Willberger, der neben der geschrumpften Kampfzahl auch eine kleine Kulisse von nur 250 Zuschauern zu verdauen hatte. Wenigstens durfte er sich über das Ergebnis freuen. Die Peißenberger bezwangen die Schwabenauswahl mit 7:5. Den Sieg machten sie erst im letzten Kampf perfekt. In einem überaus sehenswerten Duell setzte sich dabei Christoph Wittur (Männer Weltergewicht) in drei Runden gegen den erfahrenen Adana Dikici durch. Gegen den fast zehn Jahre älteren Schwaben stand Wittur in den ersten beiden Runden defensiv sehr stabil. Die gegnerischen Schläge prallten an seiner Deckung ab. Dazwischen platzierte der Peißenberger aber auch einige Wirkungstreffer. Erst in der letzten Runde musste er Treffer einstecken – der Punktsieg aber war verdient. Gleiches war auch vom Kampf von Nachwuchsmann Michael Rigas (Schüler Papiergewicht) gegen Erwin Kurchak zu sagen. Der Peißenberger griff seinen Kontrahenten mehrfach überfallartig an und ging als klarer Punktsieger aus dem Ring. Wesentlich knapper machte es Alex Kirsanov (Männer Mittelgewicht). Der TSV-Gastboxer aus Kaufbeuren agierte oft ungestüm. Trotz blutender Nase kämpfte er sich aber zu einem Punkterfolg. Nicht so gut lief es zuvor für Youngster Leo Vollmann (Schüler Papier) und Frank Hoffmann (Junioren Leichtgewicht). Somit war bis zum Schluss für Spannung gesorgt, ehe Wittur das Happy-End gelang.

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