Zwei Schmuckstücke geweiht

„Wie sehen sie wohl aus, die Fahnen des Musikvereins und der Landjugend?“ Mit Spannung haben die Besucher im Denklinger Festzelt auf den Moment gewartet, als die Schmuckstücke der zwei Traditionsvereine endlich enthüllt wurden und jeder einen Blick darauf werfen konnte. Begeisterter Applaus folgte, nachdem die Hüllen ge­fallen waren und die zwei Denklinger Vereinsfahnen ihre ganze Pracht entfalteten.

In einem sehr feierlichen Akt begingen die Musiker und die Landjugendgruppe der Lech­- rain­gemeinde ihre Fahnenweihen. Schließlich hatten beide schon seit Jahren auf diesen Abend gewartet – wie Andreas Frieß, 2. Vorsitzender des Musikvereins, ganz passend in heiteren Mundart-Reimen schilderte: „Jahrzehnte hot’s daurat, gret hot man scho lang davo im Verei, heut endlich reihen se zwoa neie Fahna in unserer Gmoand ei.“ Den feierlichen Gottesdienst, der von Pater Hendrik zelebriert wurde, umrahmte die Musikkapelle Unter-/Oberdießen mit der Schubert-Messe. Nachdem die Fahnen von den Besuchern im Festzelt bewundert worden waren, nahm Pater Hendrik die Segnung vor. Die Freude über ihre frische geweihten Fahnen war den Vereinsmitgliedern anzusehen – und die ließen sie sich auch nicht dadurch vermiesen, dass der Festumzug vor der Messe etwas nass über die Bühne ging. Bei recht frostigen Mai-Temperaturen hielten die Umzugsteilnehmer aber tapfer dem Regen stand. Vornweg die Kapelle aus Unter-/Oberdießen, bewegte sich der Zug vom Kriegerdenkmal bis hinaus zum Festzelt. Dem Zug gehörten unter anderem auch mehrere Landjugendvereine aus der Umgebung an, die Vereine und Feuerwehren der Gemeinde waren ebenso stark vertreten. Den offiziellen Startschuss für das große, viertägige Fest der Fahnen hatten zuvor die Böllerschützen gegeben. Zudem bliesen am Kriegerdenkmal Alphornbläser die Feierlichkeiten an. An den Gottesdienst im Zelt schloss sich gleich noch ein Festabend an. Das gesamte Fest sei für die Musiker und die Landjugend „ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte“, erklärte Bürgermeisterin Viktoria Horber. Die beiden Vereine hätten mit den Fahnen „ein Zeichen der Zusammengehörigkeit gesetzt“, meinte die Schirmherrin der Veranstaltung. Musikerchef Jürgen Waldhör betonte, dass auch zahlreiche weitere Vereine im Ort bei den Festvorbereitungen mitgeholfen hätten und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Gruppierungen des Ortes. Für die Vorstandschaft der Landjugend sprach Kassier Martin Kößl ein paar Grußworte und erinnerte dabei auch an die ehemalige Burschenschaft, von der die Landjugend die Fahne übernommen hat. Acht Monate sei die Fahne beim Restaurieren gewesen. Bürgermeisterin Viktoria Horber spendete jedem der Vereine ein Fahnenband. Die Musiker bekamen außerdem von ihrem Patenverein, dem Trachtenverein Epfach, sowie vom Fanclub des Musikvereins und der Partnerkapelle aus Eggen in Südtirol ein Fahnenband. Die Denk­-linger Landjugend und deren Patenverein, die Landjugend Schwabsoien, überreichten sich gegenseitig Bänder. Als letztes kam noch ein Trauerband an die Landjugendfahne.

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