Mehr Programm, mehr Party

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„Snowdance“ holt den Strand in die Lechstadt: Die „Piratabus“-Strandbar soll mitten in der Stadt aufgebaut werden – sofern die Genehmigungen erteilt werden.

Landsberg – Dass das „Snowdance“-Filmfestival in Landsberg keine einmalige Sache sein sollte, hatten die Macher schon angekündigt, als die Veranstaltung noch lief. Dass die nächste Auflage (vom 30. Januar bis 1. Februar) allerdings so spektakulär wie jetzt geplant werden würde, war nicht abzusehen. „Es gibt mehr Programm und mehr Party“, so Regisseur und Veranstalter Tom Bohn, „wir rechnen mit mehr Prominenz und mehr Besuchern.“ Für die Jury hat man schon zwei hochkarätige Schauspieler gewonnen, „Anna Maria Sturm und Kai Wiesinger werden auf jeden Fall dabei sein.“

Den ganz dicken Fisch hat man mit dem neuen Hauptsponsor an Land gezogen: Der Pay-TV-Sender „Sky“ unterstützt das Snowdance-Festival 2015 „finanziell und inhaltlich“, wie das Unternehmen mitteilt. Die Kontakte knüpfte Schauspieler Heiner Lauterbach, der auch diesmal wieder als Schirmherr der Veranstaltung auftritt (Mitveranstalter bleibt auch Jürgen Farenholtz). „Der Einstieg von Sky ist für uns wie ein Lottogewinn“, so Tom Bohn. 

Dabei denkt er nicht nur an die „finanzielle Erleichterung“ bei der Organisation, sondern vor allem auch an das, was der Sender sonst noch einbringt. „Wichtiger als das Geld ist das riesige know-how, das man dort hat. Gerade bei den Serien sind die Kontakte in die USA fast unbezahlbar.“ Damit ist auch schon eine wichtige Konzeptänderung zur Premierenveranstaltung genannt. Anstelle von Kurzfilmen wird es diesmal „Webserien-Content“ zu sehen geben – selbstverständlich frei produziert, immerhin bleibt Snow- dance ein Independence-Festival. 

Bar kommt in die Stadt 

Rund um die Vorführungen soll es diesmal noch höher hergehen. „Wir werden deutlich mehr feiern und Party machen, diesen Bereich wollen wir definitiv ausdehnen“, so Bohn, der auch dafür schon einen Plan hat. Sofern die nötigen Genehmigungen erteilt werden, soll mitten in der Stadt die „Piratabus“-Strandbar aufgebaut werden. Die Bar wird seit inzwischen 40 Jahren von drei Spaniern auf der Insel Formentera betrieben und hat sich in dieser Zeit eine erhebliche Berühmtheit erarbeitet. „Wenn schon Winter ist, holen wir uns wenigstens den Strand in die Stadt.“ 

Damit soll auch ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen werden. „Man wird dort Tickets kaufen können, und es soll auch als Kommunikationsplattform dienen, das hat uns beim letzten Mal eindeutig noch gefehlt.“ Dass das Festival schon bei der zweiten Auflage derart in Schwung kommt, sieht Bohn zwei Eckpfeilern geschuldet. „Sky ist wegen des Konzepts dabei, das überzeugt hat, aber auch, weil es in Landsberg stattfindet, die Stadt ist perfekt geeignet, das interessiert dann den Sender und auch die Zuschauer.“ 

Ungelegte Eier 

Schon deshalb bleibt man im Wesentlichen dem Veranstaltungsablauf treu. „Wir wollen, dass sich die wesentlichen Dinge im Zentrum der Stadt abspielen, das ist ja der Kern des Festivals“, sagt Tom Bohn. Somit sollen die Serien wieder in der Licca Lounge gezeigt werden, Aufführungsorte für die Filme bleiben das Olympia-Kino und das Stadttheater. Noch offen ist, ob auch die Kinobetreiber in Penzing und Kaufering ins Boot kommen. Bohn: „Sehr viele Besucher haben uns gesagt, dass die Filme mehr als einmal laufen sollten, damit man auch alles sehen kann. Falls wir da in Landsberg an unsere Grenzen stoßen, ist es schon vorstellbar, dass wir in weitere Kinos gehen. Das sind im Moment aber noch völlig ungelegte Eier.“

Christoph Kruse

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