Der letzte Schwerpunkt

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Die Kreuzung zwischen Obermühlhausen und Finning muss entschärft werden: Hier soll nun ein Kreisverkehr gebaut werden.

Finning – Sie ist immer noch ein Unfallschwerpunkt: Die Kreuzung bei Finning an der Gemeindeverbindungsstraße nach Obermühlhausen. Um diese Stelle zu entschärfen, soll dort nun ein Kreisverkehr entstehen. Der Umbau soll 2017 erfolgen.

Zuletzt ist die Kreuzung 2001 umgebaut worden. Trotzdem wies sie weiterhin erhöhte Unfallzahlen auf. Auch zahlreiche verkehrstechnische und bauliche Maßnahmen in den Folgejahren konnten keine Verbesserung der Verkehrssituation bringen. „Wir müssen dringend tätig werden“, unterstrich auch der Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt Johannes Ried in der jüngsten Sitzung des Kreis­ausschusses.

Laut Ried gäbe es zwei Möglichkeiten, dieses Problem der Unfallhäufung an der Kreuzung anzugehen: ein Kreisverkehr oder ein sogenannter Versatz. Allerdings habe eine Variantenuntersuchung ergeben, dass sich durch einen Umbau zum Rechtsversatz die Sichtverhältnisse an der Kreuzung noch weiter verschlechtern würden.

Der Umbau zu einem Kreisverkehr sei deshalb sowohl technisch als auch wirtschaftlich die beste Lösung. Der Bau eines Kreisverkehrs sei außerdem der Wunsch der Gemeinde Finning. Die dort bestehende Unterführung soll weiterhin bestehen.

Insgesamt sei es ein ähnliches Verfahren wie es auch in Pflugdorf angewandt wurde, erläuterte Ried dem Kreisgremium. Seit dort die Kreuzung zum Kreisverkehr umgebaut wurde, haben sich die Unfälle deutlich reduziert. „Das ist der letzte Unfallschwerpunkt“, betonte auch Landrat Thomas Eichinger und verwies auf die Verbesserung in Pflugdorf seit dem Kreisverkehr. Josef Loy (CSU) sagte, der Kreisverkehr könne eventuell auch die Geschwindigkeit in diesem Bereich abmildern.

Insgesamt dürfte die Baumaßnahme ersten Schätzungen zufolge rund 585.000 Euro kosten. Der Landkreis müsste davon seinen Kostenanteil von 450.000 Euro tragen. Zuwendungen in Höhe von 196.000 Euro seien außerdem zu erwarten.

Derzeit führen der Landkreis und die Gemeinde Finning Grunderwerbsverhandlungen mit den Anliegern. Wenn alles planmäßig klappt, soll die Baumaßnahme 2017 federführend vom Landkreis durchgeführt werden.

Astrid Neumann

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