Zwischen "Tatort" und "Marienhof" – Jungschauspielerin Annika Preil

Einer ganz besonderen Eigenschaft verdankte Annika Preil ihre erste Hauptrolle: weil sie schneller weinen und noch schneller wieder damit aufhören konnte als alle anderen Babies und Kleinkinder, stand (lag, saß und krabbelte) die Landsbergerin bereits mit zwei Jahren gemeinsam mit Uschi Glas und Elmar Wepper vor der Kamera für die Serie „Zwei Münchner in Hamburg“. Heute, 17 Jahre später, dreht sie mit renommierten Stars und Regisseuren, aktuell den Zweiteiler „Gottes mächtige Dienerin“ mit Christine Neubauer.

„Es war eigentlich Zufall“, erklärt Annika Preil den Anfang ihrer Schauspieltätigkeit. Doch seit diesem ersten Dreh wurde sie immer wieder für Fernsehserien, Episoden oder Filme gebucht, darunter „Marienhof“, „Aktenzeichen XY“ und Werbespots. Erst kürzlich beendet wurden die Dreharbeiten zu einem Münchener „Tatort“, der im nächsten Jahr ausgestrahlt wird und in dem Annika an der Seite von Gudrun Landgrebe spielte. „Der Tatort hat Spaß gemacht, das war ein sehr nettes Team, vor allem die Kommissare waren sehr freundlich und lustig“, erzählt Annika Preil. Eine ganz andere Herausforderung sind die Dreharbeiten zu dem Zweiteiler „Gottes mächtige Dienerin“ über das Leben der Ordensschwester Pascalina, die an der Seite Papst Pius XII zur mächtigsten Frau des Vatikans aufstieg. Annika spielt die junge Pascalina, die „erwachsene“ wird von Christine Neubauer verkörpert. „Es ist ein sehr interessantes Projekt, weil es in einer ganz anderen Zeit spielt, zwischen den Weltkriegen“, erzählt Annika und lacht, „außerdem muss ich zum ersten Mal bayerisch sprechen“. Gedreht wird noch bis November in Wuppertal, Rom und Bayern, kein Problem für die junge Frau, die gerade ihr Abitur gemacht hat. Auch früher ließen sich Schauspieltätigkeit und Schule gut vereinbaren: „Meistens fanden die Dreharbeiten in den Schulferien statt, und falls ich mal ein bis zwei Wochen gefehlt habe, hatten die Lehrer Verständnis“. Zweiter Beruf Auch von Familie und Freunden gab es Unterstützung: „Meine Mutter war bei den Dreharbeiten immer dabei, und meine Freunde haben nie eine große Sache daraus gemacht, für die war das ganz normal.“ Dieser Punkt ist der 19-jährigen Lechstädterin nach wie vor sehr wichtig, denn neben der Schauspielerei möchte sie einen zweiten Beruf erlernen, denn: „Man weiß ja nie, welche Angebote man bekommt, es kann sein, dass man jahrelang darauf warten muss.“ Deshalb möchte sie studieren, Lehramt oder Eventmanagement findet sie interessant und bereitet sich durch entsprechende Praktika darauf vor. Im Moment steht sie daher nicht vor einer Filmkamera, sondern vor einem Haufen Kinder in einer Landsberger Grundschulklasse…

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