25 Jahre Peitinger Jugendzentrum

Ein zweites Wohnzimmer für die Jugend

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Die Bilderwand mit Fotos und Begebenheiten aus den vergangenen 25 Jahren des Peitinger Jugendzentrums.

Peiting – 25 Jahre gibt es das Peitinger Jugendzentrum bereits. Grund genug für die Einrichtung, das runde Jubiläum ordentlich zu feiern.

Schon Ende der 1970-iger Jahre habe es Bestrebungen gegeben, einen Treffpunkt für die Jugend zu schaffen, blickte Jugendreferentin Monika Ludwig im Rahmen der Feier zurück, die das Juze seit seinen Anfängen begleitete. 1981 habe man in die Kellerräume der TSV-Halle einziehen können, allerdings seien die Gegebenheiten nicht passend gewesen. „Es war sehr stickig, wir haben kaum Luft bekommen“, erinnerte sich die Jugendreferentin. 

Im Gedächtnis geblieben waren der Gemeinderätin auch all jene Stimmen und Briefe, die die Jugend am Anfang absolut nicht im Ortskern Peitings sehen wollten. Für den Nachwuchs gebe es schließlich Schulen und Vereine, lautete laut Ludwig das Argument. Und dann sei dieser Leserbrief von Dr. Maria Hoffmann gedruckt worden. Die Haus- und Röntgenärztin habe darin gefordert, dass man doch etwas für die Jugend tun müsse und habe den Worten auch Taten folgen lassen, so die Jugendreferentin. 

Die Ärztin betrieb seinerzeit eine Praxis in der Lorystraße 1 und hatte sich gerade in den Ruhestand zurückgezogen, weshalb sie die Praxisräume zur Verfügung stellte. „Am ersten Dezember 1989 sind wir dann eingezogen“, so Ludwig, und seitdem habe es eine konstante Weiterentwicklung gegeben.

Sie rief unter anderem ein Konzert der Banana Fishbones in Erinnerung und betonte die Tatsache, dass man, entgegen den damaligen Stimmen, beste Beziehungen und eine gute Zusammenarbeit mit den Peitinger Vereinen pflege. Man habe ein Jugendzentrum, „das sich sehen lassen kann“, freute sich Ludwig in ihrer letzten Rede im Juze. 

Ende des Jahres wird Ludwig ihr Amt an Alex Zila übergeben, der das Juze auch bereits kennt. Selbst sei er vor 23 Jahren hier zum ersten Mal hereingekommen, damals sei die Bude voll gewesen und er habe gleich den ersten Streit schlichten müssen, erinnerte sich Zila. Doch dank des Hausrates, damals wie heute verlässliche Leute, sei das kein Problem gewesen. Und die Prügelei die einzige, die er in 15 Jahren erlebt habe. 

Als Vorgesetzter der Juze-Leiters war auch Rainer Strick vom Landratsamt gekommen, um dem derzeitigen Leiter Jürgen Schaffarczik die Grüße des Landkreises zu übermitteln. Mittlerweile seien die Jugendzentrum im Landkreis etabliert und würden auch die Arbeit mit der Jugend erleichtern, betonte er. Nur in Ausnahmen stellt der Landkreis das Personal für die Zentren, engagiert sich aber in der Fachberatung. 

„Beeindruckend“ nannte Strick die Besucherzahlen des Juze in Peiting, das gleichzeitig das vollste und das kleinste im Landkreis sei. Die Jugendzentren seien nicht nur Anlaufstelle, sondern auch so etwas wie das zweite Wohnzimmer der Jugendlichen, stellte Strick fest. Deshalb sei auch Flexibilität seitens der Mitarbeiter gefragt um das Angebot entsprechend zu gestalten. 

Das hatten die Mitarbeiter auch für den Festtag fertiggebracht. Die geladenden Gäste konnten etwa auf einer Bilderwand die letzten 25 Jahre Jugendzentrum Revue passieren lassen und dabei manch bekannte, und inzwischen etwas älter gewordene Gesichter wiederentdecken.

Oliver Sommer

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