Bayerns einziger Milchweg ist in Schönegg

Unter großem öffentlichen Interesse ist am vergangenen Donnerstag der erste bayerische Milchweg in Schönegg eröffnet worden. Viele Gäste, darunter auch zahlreiche Ehrengäste, waren anwesend, um das von der Europäischen Union geförderte Projekt erstmals in Augenschein zu nehmen. Höhepunkt war die Einweihung durch Pfarrer Gumpinger.

An zehn Stationen entlang des 4,2 Kilometer langen Rundweges können Besucher jeden Alters nun viel Interessantes und Wissenswertes über die Milch und deren Produzenten erfahren. „Der Verbraucher soll dafür sensibilisiert werden, wie wertvoll die Arbeit der Milchbauern ist“, sagte Rottenbuchs Bürgermeister Andreas Keller. Denn nur durch die Bauern sei Bayerns Landschaft so schön. Finanziert wurde das von vielen Bürgern mitgetragene Projekt mit 21000 Euro aus Mitteln der europäischen Gemeinschaftsinitiative „Leader+“. Es soll auch positive Akzente für den Fremdenverkehr setzten. Dass man den ländlichen Raum stärken muss, findet nicht nur Ethelbert Babl, „Leader+“-Manager vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kempten. Auch eine Vielzahl von Firmen stellte „in beträchtlicher Höhe“ finanzielle Mittel zur Verfügung, ohne die man das Projekt im Gesamtwert von 50000 Euro nicht hätte stemmen können. Drei Frauen waren es, die mit Unterstützung der Gemeinde Rottenbuch schließlich den Milchweg „kreierten“. Silvia Schlögel, die Kreisbäuerin des Bayerischen Bauern Verbandes, war die treibende Kraft. „Sie hat den Gedanken gehabt“, erklärte Keller. Sie sei als Hauptakteurin „teilweise überrollt worden mit Zuständigkeiten“. Susanne Lengger vom Tourismusverband war für die Einhaltung der rechtlichen Auflagen verantwortlich und Marion Ritzer, Marketingleiterin der Schönegger Käse-Alm, hat die Werbetrommel gerührt. „Das, was die drei Frauen hier angestoßen haben, geht weiter“, ist Keller überzeugt. In Fortsetzung zum Milchfrühling im Pfaffenwinkel soll es auch einen Milchherbst geben. Neben der offiziellen Begehung des Milchweges mit vielen Aktivitäten an den ein-zelnen Stationen wurde den Gästen bei der offiziellen Einweihung ein buntes Rahmenprogramm geboten. Die Kleinen konnten unter anderem ihr Geschick beim Buttern, Milchkannen-Ziel werfen und Käselaib-Gewicht-schätzen unter Beweis stellen. Natürlich gab es auch jede Menge Milchprodukte zu probieren. Die Rottenbucher Feuerwehr koordinierte den Festzeltbetrieb und die Musikkapelle Rottenbuch sorgte für die musikalische Umrahmung.

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