Berufswahlmesse an der Pfaffenwinkel-Realschule

Gekommen, um sich zu informieren

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Der Andrang bei der Berufswahlmesse in der Aula der Schongauer Realschule war auch heuer wieder groß.

Schongau – Freitagnachmittag hält sich der Betrieb in der Pfaffenwinkel-Realschule gewöhnlich in Grenzen. In der vergangenen Woche war das anders: Bereits zum siebten Mal fand in der Aula die Berufswahlmesse statt und sorgte für großen Andrang.

Eigentlich war der Besuch der Veranstaltung nur für die Schüler der neunten Klasse verpflichtend. Doch viele Acht- und Zehntklässler nutzten die Chance, um sich ebenfalls an den Ständen der 40 Unternehmen und Organisationen zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Viele kamen in Begleitung ihrer Eltern, die sich mindestens ebenso interessiert am Angebot zeigten wie ihr Nachwuchs. 

Insgesamt 600 Anmeldungen zählte das Organisations-Team um Florian Pointner und Tanja Paetsch im Vorfeld. Beide hatten die Messe monatelang vorbereitet, wofür es Lob vom Chef persönlich gab. Er sei riesig stolz auf das Engagement, erklärte Schulleiter Christian Zingler. „Die Veranstaltung sucht ihresgleichen weit über den Landkreis hinaus.“ 

Längst haben sich deshalb auch Firmen und Organisationen den Termin für die Berufswahlmesse der Realschule dick im Kalender notiert. In Zeiten, in denen Fachkräfte verzweifelt gesucht werden, bieten derartige Veranstaltungen schließlich die willkommene Möglichkeit, mit dem Nachwuchs in Kontakt zu treten und für die Ausbildung im eigenen Unternehmen zu werben. 

„Viele sind von sich aus auf uns zugekommen und haben nach einem Stand gefragt“, sagte Paetsch. Bei der Auswahl habe man wieder darauf geachtet, einen möglichst breiten Branchenmix zu berücksichtigen. 

Das Angebot reichte auch heuer vom sozialen über den technischen bis zum kaufmännischen Bereich, vom Pflege-Unternehmen über den Maschinenbauer bis hin zu den Banken. Selbst der Zoll war erstmals mit einem Stand vertreten. 

Fast alle Aussteller hatten nicht nur einen Personaler mitgebracht, sondern auch gleich Auszubildende, die den Schülern aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten konnten. „Für uns ist die Messe enorm wichtig“, sagte Silvia Graminsky, bei Hochland Ansprechpartnerin für die Ausbildung im Betrieb. „Wir haben viele Bewerber aus der Realschule und können uns hier einen ersten Eindruck verschaffen.“ 

An den Ständen stand nicht nur Informationsmaterial hoch im Kurs. Viele Schüler nutzten gleich die Chance, um sich für ein Praktikum anzumelden. Manche Firmen wie etwa das Schwabsoier Unternehmen ept machen eine Schnupperwoche zur Bedingung für einen Ausbildungsplatz. „Nur wenn man den Job selbst gesehen hat, kann man sich auch eine Meinung bilden, ob er zu einem passt“, findet Konrad Socher, der bei ept die Lehrwerkstatt leitet.

Christoph Peters

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