In bewegendem Gedenken

Die Hirschvogel-Musikkapelle unter der Leitung von Johannes Hafenmayr. Foto: Schmid

„Manfred Hirschvogel lebt in unserem Herzen fort, er lebt in unserer Firma fort“ – so die Worte von Hans-Willi Raedt (Hauptabteilungsleiter Produktentwicklung der Firma Hirsch-vogel) nach einem bewegenden Benefizkonzert, das in Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Firmenchef stattfand. Die Hirschvogel-Musikkapelle wartete an dem Abend mit einem vielfältigen Repertoire auf – angefangen von einem Potpourri aus Werken von Giuseppe Verdi über Musicalaus-schnitte aus dem Phantom der Oper und Elisabeth bis hin zu „Oh mein Papa“ und „Everything I do, I do it for you“ von Bryan Adams überzeugte die Kapelle mit einem ansprechenden Programm.

Es war der Abend der „Dirigenten“: Im Mittelpunkt stand natürlich der ganz große „Dirigent“ der Firma Hirschvogel in den letzten drei Jahrzehnten, Manfred Hirschvogel. Zwei weitere wichtige „Dirigenten“, deren Hilfsprojekte an dem Abend gewürdigt wurden, waren die Leiter der „Rumänienhilfe Altenstadt“, Rudolf Lang aus Altenstadt und Matthäus Unsin aus Dienhausen: Denn der gesamte Reinerlös des Konzerts kommt zwei Projekten dieser privaten Hilfsorganisation zugute – einem Kinderheim in Zagujeni/Rumänien sowie einem Behindertenheim in Mohács/Ungarn. Und der dritte Dirigent des Abends war Johannes Hafenmayr, unter dessen meisterhafter Leitung die Hirschvogel-Musikkapelle zur Höchstform aufspielte. Knapp 400 Besucher erlebten in der Fuchstalhalle in Leeder ein wirklich gelungenes Konzert. Besonders glänzte die musikalische Neuentdeckung bei Hirschvogel, Stefanie Bachlehner, mit ihrer gefühlvollen Stimme. Den langanhaltenden Beifall, der dem Konzert folgte, hatten sich die Musiker hoch verdient: Mit Standing Ovations würdigte das Publikum die musikalischen Darbietungen. Bewegend waren aber nicht nur die Musikstücke, sondern auch die Gedenken an Manfred Hirschvogel. Karl Schuster (Geschäftsführer Produktion) erinnerte in seinem Rückblick an einen Firmenchef, der nicht nur Scharfsinn und Weitsicht im Geschäft bewiesen habe, sondern sich auch immer für das Wohl seiner Mitarbeiter eingesetzt habe. „Seine Türen standen immer offen“, erklärte Schuster – egal ob für die leitenden Mitarbeiter oder die Mitarbeiter aus der Produktion. Rudolf Lang von der „Rumänienhilfe Altenstadt“ zeigte den Besuchern des Benefizkonzerts anhand einer Fotopräsentation, was die private Hilfsaktion in dem rumänischen Kinderheim sowie dem Behindertenheim in Ungarn alles leisten konnte. Anhand der Fotos dokumentierte Lang, wie die Heimkinder zuvor in einer verkommenen Unterkunft mit unwürdigen sanitären Anlagen gehaust und nun eine schöne, menschenwürdige Unterkunft bekommen hatten. Ein Teil der Arbeiten sei mit dem Erlös aus dem Benefizkonzert, das im Jahr 2005 stattgefunden hatte, finanziert worden, teilte Lang mit. Die Ausrichtung eines zweiten Benefizkonzertes sei ein besonderes Anliegen von Manfred Hirschvogel gewesen, so Lang – „und wir bedauern es sehr, dass er diese Veranstaltung nicht mehr persönlich begleiten kann.

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