Böbing Open Air am 8. August auf dem Sportplatz

Ein Festival – zwölf Bands

Böbing – Zum ersten Mal wurde das Open Air in Böbing 1986 veranstaltet. Ob „Emil Bulls“, „Normahl“, „Sondaschule“ oder „Fiddler's Green“: Viele bekannte Bands haben seitdem den Weg nach Böbing gefunden. Auch in diesem Jahr kann sich das Line-up sehen und vor allem hören lassen. Zwölf Bands aus verschiedenen Musikrichtungen haben sich für Samstag, 8. August, angekündigt. Auch diverse Gruppen aus dem Landkreis sind mit von der Partie.

Einlass am Sportplatz ist ab 14 Uhr. Wer campen möchte, kann sein Zelt kostenlos aufschlagen. Noch eine Besonderheit haben sich die Organisatoren überlegt: Asylbewerber dürfen umsonst rein. Alle anderen können sich für zehn Euro vergünstigte Karten im Vorverkauf besorgen. Die gibt es bei Rall Guitars in Peißenberg, in der Bäckerei Tramler in Böbing, im Sonnendeck Weilheim und im Musikhaus Kirstein in Schongau. Auch an der Abendkasse gibt es Tickets. Der Eintrittspreis lohnt sich, denn diese Bands treten auf: 

"Die Gamskampler" 

Die „Gamskampler“ kommen den weiten Weg aus Schnackslreith. „Volksmusik mit Gwoit inklusive bayerischer Satiretexte“, so nennen sie ihre ohrwurmartige Musikrichtung selbst. Hans, Hans und Hans sind unterwegs, um ihre überlieferten Geschichten zu verbreiten. Von der „Plattlerprob“ über das „Schofscheren“ bis hin zur Entschleunigung durch das Mofafahren decken sie zahlreiche Thematiken ab.

"Roommates" 

Zwei „Roommates“, zwei Stimmen, zwei Gitarren. Und gelegentlich sind auch die „Neighbours“ mit Piano, Akkordeon und Schlagzeug oder Cajon mit von der Partie. Das Spektrum der aus eigener Feder stammenden Lieder reicht dabei von ruhigen Balladen über Singer-Songwriter-Pop-Punk-Songs bis hin zu folkigen Dreiviertel-Takt-Nummern.

"Order of Priority" 

Heavy Metal aus Wildsteig bieten „Order of Priority“. Sie wollen die Fahne des Metal hochhalten. Die beiden Gitarristen Simon Bertl und Markus Heilmeier liefern sich ein Feuergefecht aus beinharten Riffs und höllischen Soli während Tobias Kasper mit Leidenschaft und tödlicher Präzision das Schlagzeug zum Beben bringt. Bassist Konrad Heller liefert konsequenten Druck und sorgt für den nötigen Groove. Mit dieser Band im Rücken schreit Sänger Elias Witzigmann dem Publikum die Songs ins Gesicht.

"Stepfather Fred" 

Mit Heavy Alternative Rock und einem Sound zwischen „Old School vs. New School“ fahren die Jungs von „Stepfather Fred“ ein absolut überzeugendes und eigen kreiertes Brett, voll auf die Zwölf. Sie zeichnen sich vor allem durch Facettenreichtum aus. Neben dreckigen „Hau-Drauf-Riffs“ mit wuchtigem Gesang kommen verspielte Off-Beat-Rhythmen oder melodische Ohrwurm-Garanten mit ins Spiel.

"The Sexattacks" 

Die Penzberger Punk-Helden von den „Sexattacks“ haben im letzten Jahr beim Emergenza-Wettbewerb schon bewiesen, was sie drauf haben. Sie schafften es bis ins Bayernfinale. Auch in Böbing werden die Jungs Stimmung machen.

"Rocket in a Pocket" 

Die Band „Rocket in a Pocket“ wurde 2006, inspiriert durch den Rock’n’Roll der 50er Jahre, gegründet und spielt inzwischen ausschließlich Eigenkompositionen. In ihrer klassischen Rock’n’Roll Besetzung konnte die Gruppe auch schon international begeistern.

"Mr. Serious & The Groove Monkeys" 

„Mr. Serious & The Groove Monkeys“ sind spätestens seit ihrem Erfolg beim Emergenza-Wettbewerb, bei dem sie es ins Welt-Finale schafften, kein Geheimtipp mehr. Die fünfköpfige Band aus Weilheim erspielte sich inzwischen eine große Fangemeinde in ganz Deutschland. Jeder der Jungs hat über ein Jahrzehnt Bühnenerfahrung und bringt jede Menge musikalisches Know-how mit. Im Funk und Groove verwurzelter Bass, bluesig bis metalgeprägte E-Gitarren sowie Drumbeats mit treibender Präzision und Einfallsreichtum bilden das Fundament für den Gesang, der unter die Haut geht.

"Lumberjohnny" 

Allein die Kombination aus Bouzouki, Cajon, Banjo und Gitarre lässt auf eine ungewöhnliche Truppe schließen. Und wer jetzt denkt, „Lumberjohnny“ sind eine weitere Irish-Folk Band, die nur „Whiskey in the jar“ und „Black Velvet Band“ spielt, der irrt. Hier gibt’s Folk aus allen Sparten: von Irish, über Rebel-Songs, bis hin zu Country.

"Sentilo Sono" 

Eine übermütige Portion Ska-Punkrock-Reggae-Melange haben „Sentilo Sono“ im Gepäck. Der sympathischste und chaotischste Haufen, den München wohl zu bieten hat, möchte die ganze Welt umarmen und auf die Tanzfläche zerren.

"The Outset" 

Unkomplizierter, rockig angehauchter Pop mit liebevoll durchdachten Texten und eingängigen Melodien versehen. Der Auftritt als Vorband von Silbermond vor 7 000 Zuhörern in der Saarlandhalle in Saarbrücken 2012 war der erste Schritt der Weilheimer Band „The Outset“ auf die großen Bühnen dieser Welt. Die eingängig präsentierten Texte bleiben im Gedächtnis. Die vermittelten Emotionen erschließen sich schnell und reißen unwillkürlich mit.

"Andys Blues Orchester" 

Partyblues, Boogie und Ragtimesound bis die Wände wackeln. Der Gitarrist, Harpspieler und Sänger Andi Unter lässt das Mississippi-Flair der Vorkriegszeit wieder aufleben. Hierbei lehnt sich der Vollblutmusiker an die tanzbaren Stücke an, die in den „Juke Joints“ der 20er Jahre für ausgelassene Partystimmung sorgten, ohne an Authentizität zu verlieren. Nichts wird kopiert, sondern alles im eigenen „Bluesorchester-Stil“ vorgetragen.

Craig Gerber

Mit Klangfar en Bilder zu malen, das verstehen nur die wenigsten Songwriter. Der gebürtige US‐Amerikaner Craig Gerber verfügt über das seltene Talent. Er ist ein klassischer Singer-Songwriter in bester Tradition Dylans, Youngs, Pettys oder Springsteens. Als charismatischer Performer liefert er ehrliche und packende Shows.

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