Breitbandausbau in Schongau

Schon bald schneller ins Internet

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Da die Telekom die bislang unterversorgten Gebiete 1, 2 und 4 von sich aus mit schnellem Internet versorgen will, muss die Stadt nur noch für den Ausbau des Gebiets 3 sorgen. Der Äußere Westen (5) verfügt bereits über eine Glasfaserleitung.

Schongau – Wie ist es um die Versorgung mit schnellem Internet in Schongau bestellt? Dieser Frage ist die Stadt in den vergangenen Monaten nachgegangen, denn schließlich fördert der Freistaat derzeit massiv den Ausbau von Gebieten, in denen es an der Geschwindigkeit ins Datennetz hapert. Die Antwort fiel positiver aus als erwartet.

30 Megabit pro Sekunde ist das Maß der Dinge – zumindest in den Augen des Freistaats. Dort, wo Internet-Anschlüsse diese Mindestgeschwindigkeit nicht erreichen, fördert er den Ausbau der Datennetze. In Schongau gibt es laut Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus derzeit fünf Gebiete, in denen das der Fall ist. Darunter fallen der Schongauer Norden, die Lechvorstadt, das Industriegebiet an der Dießener Straße, das Schulzentrum und das Industriegebiet Äußerer Westen. 

Nach einer Bedarfsanalyse, bei der Betriebe in den jeweiligen gebieten zu ihren Anforderungen befragt worden seien, habe man eine Markterhebung durchgeführt, berichtete Blockhaus in der jüngsten Bauausschusssitzung. Dabei sei es darum gegangen, herauszufinden, welche Bandbreiten in den unterversorgten Gebieten angeboten werden und ob die Telekommunikationsunternehmen einen Ausbau planen. 

Das Ergebnis war überraschend erfreulich. Laut Blockhaus plant die Telekom, ihre Leitungen im Schongauer Norden, in der Lechvorstadt und im Bereich des Schulzentrums von sich aus auf bis zu 100 Megabit auszubauen. Auch im Äußeren Westen ist die Vorgabe von 30 Megabit zumindest theoretisch erfüllt. Dort bietet Telnet Glasfaser-Leitungen an. 

Damit besteht Handlungsbedarf nur noch für das Industriegebiet an der Dießener Straße. Hier habe Kabel Deutschland Interesse bekundet, sollte die Stadt das Gebiet im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus ausschreiben, sagte Blockhaus. Leerrohre seien bereits vorhanden. Den Eigenanteil der Stadt bezifferte der Stadtbauamtsmitarbeiter dank Fördermitteln auf rund 101000 Euro. Im Haushaltsplan war man noch von einer deutlich höheren Summe ausgegangen. 

Die Zustimmung des Bauausschusses fiel einstimmig. „Es ist natürlich sehr erfreulich, dass die Telekom drei Gebiete jetzt selbst ausbaut“, sagte Stadtbaumeister Ulrich Knecht, der darauf hinwies, dass das Unternehmen keinen Rückzieher mehr machen könne. „Das muss bis 2017 umgesetzt sein.“ 

Noch nicht aufgegeben hat Knecht zudem eine bessere, vor allem günstigere Versorgung des Äußeren Westens. Eine Förderung gebe es dafür zwar nicht, da ja mit Telnet-Glasfaser-Anschlüssen theoretisch genug Bandbreite zur Verfügung stehe, stellte er fest. Diese seien naturgemäß aber sehr teuer – ein Problem gerade für kleinere Unternehmen. Man verhandle daher aktuell nochmals mit der Telekom über einen Ausbau, verriet der Stadtbaumeister „Gerade weil wir das Industriegebiet erweitern wollen, sollten wir schauen, dass wir nicht abhängig von einem Unternehmen sind.“

Christoph Peters

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