Brücken-Neubau für Hoerbiger

Einsatz in luftiger Höhe

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Projektleiter Norbert Ressle vor dem Fundament für die neue Fußgängerbrücke. Auf der anderen Seite der B17 befindet sich das Werk der Hoerbiger Antriebstechnik.

Schongau – Dem aufmerksamen Autofahrer ist es nicht entgangen: Es tut sich etwas an der Böschung oberhalb der B17 vor dem Werk der Hoerbiger Antriebstechnik. Seit zwei Wochen laufen die Vorbereitungen für die neue Fußgängerbrücke, die das Betriebsgelände mit dem neu gebauten Parkplatz an der Römerstraße verbinden soll.

Seit Herbst vergangenen Jahres ist der Parkplatz westlich der Bundesstraße praktisch fertig. 400 Autos haben auf der 1350 Quadratmeter großen Fläche Platz, doch noch herrscht hier gähnende Leere. Der Grund dafür ist einfach: Bevor die Mitarbeiter der Hoerbiger Antriebstechnik ihre Wagen auf dem neuen Parkplatz abstellen können, muss erst noch die Verbindung zum Werksgelände hergestellt werden. Dies soll mittels einer Fußgängerbrücke geschehen. 

Seit zwei Wochen laufen die Vorbereitungen für das Bauprojekt. „Wir hätten theoretisch schon im Herbst anfangen können, aber das ist uns aufgrund der Witterung zu riskant gewesen“, erklärt Bauleiter Norbert Ressle. Denn um die Brücke zu verankern, müssen auf beiden Seiten schwere Stahlbetonfundamente in den Boden eingelassen werden, was bei Frost unmöglich gewesen wäre. 

Dies ist jetzt in den vergangenen Tagen geschehen. Die mächtigen Fundamente sorgen laut Ressle vor allem dafür, dass die Brücke auch bei Wind an Ort und Stelle bleibt. Als nächstes werden die Wege angelegt, was besonders auf der Werksseite aufgrund des unterschiedlichen Bodenniveaus mit größerem Aufwand verbunden sei, erläutert der Bauleiter. Erst dann folgt die Montage der Fußgängerbrücke – und die hat es in sich. 

Noch steht nicht genau fest, wie das 32 Meter lange und 30 Tonnen schwere Bauwerk, das per Schwertransport in einem Stück geliefert wird, an seine Position gehievt werden soll. Am Dienstag nahmen Vertreter einer Spezialfirma die Situation vor Ort in Augenschein. „Die müssen jetzt rechnen, wie es am besten geht“, sagt Ressle. 

Am wahrscheinlichsten ist derzeit, dass die Brücke per Kran von der B17 aus an die gewünschte Stelle gehoben wird. Je nachdem, wie groß die dafür benötigten Autokräne sind, geht Ressle von einer mehrstündigen Sperrung der Bundesstraße aus. Über die Bühne gehen soll das spektakuläre Vorhaben im Juli. Wann genau, lege das Straßenbauamt in Abstimmung mit der Spezialfirma fest, sagt der Bauleiter. 

Abgeschlossen sind die Arbeiten damit freilich noch nicht. Auf beiden Seiten müssen anschließend noch die Eingangsbauwerke mit dem Mittelteil verbunden werden. Erst wenn die Brücke steht, können auch die Restarbeiten am Parkplatz erledigt werden. Dort fehlt derzeit noch der Strom für die Beleuchtung und die Schranken-anlage. Ressle: „Wir rechnen deshalb mit einer Fertigstellung bis September.“

Christoph Peters

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