Bürgermeisterwahl in Schwabsoien

Siegfried Neumann ist neuer Gemeindechef

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Wahlverlierer Manfred Schmid (li.) gratuliert dem frisch gewählten Schwabsoier Bürgermeister Siegfried Neumann.

Schwabsoien – Es war ein knappes Rennen um die Nachfolge des im Dezember verstorbenen Schwabsoier Bürgermeisters Konrad Sepp: Gerade einmal 27 Stimmen trennten am Sonntagabend den Wahlsieger Siegfried Neumann vom Verlierer Manfred Schmid. 

Eine gute Dreiviertelstunde dauerte es, bis am Sonntagabend nach Wahlschluss das endgültige Ergebnis feststand. Was die Wahlleiter Petra Kögel und Rainer Seidel den beiden Kandidaten und den übrigen Anwesenden im Schwabsoier Rathaus zu verkünden hatten, freute vor allem Siegfried Neumann. Der Sachsenrieder, der als bisheriger zweiter bürgermeister seit dem Tod von Konrad Sepp bereits kommissarisch die Amtsgeschäfte der Gemeinde führt, hatte bei einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent 401 Stimmen auf sich vereint – gerade einmal 27 mehr als sein Schwabsoier Gegenkandidat Manfred Schmid.

Natürlich sei da erstmal die Nervosität abgefallen, sagt der Sieger einen Tag später im Gespräch mit dem KREISBOTEN. „Letztendlich ist die Wahl eine Bestätigung für das, was ich gemacht habe.“ Dass es am Ende für ihn reichen würde, daran habe er zuletzt selbst nicht mehr recht geglaubt, verrät der 52-Jährige, schließlich kam sein Gegner aus dem einwohnersärkeren Ortsteil. „Dass so viele Schwabsoier für mich stimmen würden, damit habe ich nicht gerechnet."

In der Tat: Während Neumann in Schwabsoien mit 196 Stimmen fast genauso viele Wähler für sich gewinnen konnte wie Schmid (205), schaffte letzterer in Sachsenried, gerade einmal 20 Prozent der Bürger von sich zu überzeugen. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Schmid am Tag nach der Wahl. „Mit dem Ausgang in Sachensried bin ich eigentlich zufrieden“, bilanzierte er. 

Warum er aber in seinem Heimatortsteil nur so wenige Stimmen erhalten habe, könne er sich noch nicht erklären. „Da muss ich erst noch Gespräche führen.“ Seinen Frust über den Ausgang kann Schmid nicht verbergen. „Delegieren hat anscheinend besser gezogen als engagieren“, meint er mit einem Seitenhieb auf den beruflich stark eingespannten Wahlsieger. Der wiederum will darauf nicht mehr eingehen: „Der Bürger hat entschieden. Das war, was wir beide wollten.“ chpe

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