Ein Dorn im Auge

Der Durchgangs-Schwerlastverkehr, der durch Peiting rollt, ist der Marktgemeinde ein Dorn im Auge. Denn nach dem Bau der Umgehungsstraße sind zwar alle drei Bundesstraßen zu Gemeindestraßen umgestuft worden, doch nichtsdestotrotz wird die Peitinger Ortsdurchfahrt von vielen Speditionen und Firmen gerne als Abkürzung benutzt. Und für den Bauunterhalt muss die Marktgemeinde aufkommen.

Betroffen sind vor allem die alte B17 (Schongauer Straße) und die alte B472 (von Peißenberg kommend). Die Marktgemeinde sieht Handlungsbedarf: Daher hat sie kürzlich eine Umstufung der betroffenen Straßen zu Kreisstraßen beantragt und den Kreistag gebeten, das Thema in seiner nächsten Sitzung zu behandeln. Gleichzeitig verfolgt der Markt jetzt noch eine weitere Alternative: eine Sperrung der Straßen für Durchgangs-Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen. Den Auslöser gaben zwei entsprechende Anträge der CSU-Fraktion. CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Ostenrieder stellte fest: „Ziel einer Umgehungsstraße ist unter anderem, den Schwerlastverkehr aus dem Ortszentrum herauszunehmen. Dies ist in Peiting nur bedingt geglückt.“ Wie Asam versicherte, sei der gesamte Marktgemeinderat parteiübergreifend zu der Ansicht gelangt, dass etwas unternommen werden müsse. „Wir wollen auch vermeiden, dass die Kosten (für Sanierungsarbeiten, Anm.d.Red.) auf die Anlieger umgelegt werden müssen, die ja am wenigsten dafür können“, begründete Ostenrieder in der Marktgemeinderatssitzung die Antragstellung der CSU. Und auch für Bürgermeister Michael Asam ist es „nicht zumutbar“, wie er unserer Zeitung sagte, dass der Bürger Straßen mitbezahle, die überörtlich sehr stark beansprucht würden. Was die Aussichten angeht, dass die betreffenden Straßen heraufgestuft werden, setzt Peter Ostenrieder, wie er dem Marktgemeinderat erklärte, „sehr viel Hoffnung“ in die kommende Kreistagssitzung am 17. Oktober. Wie Ostenrieder außerdem mitteilte, sei er kürzlich im Bundesfernstraßengesetz auf einen Paragraphen gestoßen, wonach die Gemeinde Peiting für die Reparaturen ihrer überörtlich genutzten Straßen möglicherweise auch Zuschüsse vom Bund erwarten könnte. Was eine mögliche Tonnagenbeschränkung betrifft, kann die Marktgemeinde frühestens Mitte bis Ende September mit einer Stellungnahme des Landratsamtes Weilheim-Schongau rechnen. / mas

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