Drei Anwärter, ein Ziel – Papamichail, Lory und Dr. Thurner wollen 2013 für SPD in den Landtag

Konstantin Papamichail, Christian Lory und Dr. Albert Thurner wollen in den Landtag (v.li.). Foto: Jungwirth

Auf Vorstellungsrunde im Landkreis unterwegs waren die drei SPD-Kandidaten, die sich für die im Herbst 2013 anstehende Landtagswahl bewerben. Kürzlich standen sie in Schongau vor der SPD-Basis Rede und Antwort, gefolgt von Peißenberg und Penzberg.

„Auf Gutsherrenart“, so witzelte SPD-Kreisvorsitzender Christian Lory, habe die CSU ihre Pöstlein verteilt und spielte damit direkt auf die Kandidatur des Garmisch-Partenkirchener Landrats Harald Kühn, dessen Nominierung und die damit verbundene Verärgerung innerhalb der Schongauer CSU, an. „Wir hingegen setzen auf Transparenz und Demokratie“, fuhr Lory fort. Gesagt, getan: Drei Kandidaten stellten sich den Parteigenossen vor und nahmen in einer anschließenden Fragerunde Stellung zu Problemen, die die Parteibasis beschäftigen. Die drei Anwärter auf einen Sitz im neu zu wählenden Bayerischen Landtag sind: Christian Lory aus Steingaden. Lory ist SPD-Kreisvorsitzender, 26 Jahre alt und von Beruf Kaminkehrer. Konstantin Papamichail aus Altenstadt bewirbt sich ebenfalls. Er ist SPD-Ortsvorsitzender in Altenstadt, 47 Jahre alt und von Beruf Elektrotechniker. Dritter im Bunde ist Dr. Albert Thurner aus Vilgertshofen. Thurner ist SPD-Kreisvorsitzender im Landkreis Landsberg am Lech, 43 Jahre alt und von Beruf Historiker. Moderiert wurde die Veranstaltung vom SPD-Vorsitzenden der Kreistagsfraktion Starnberg, Tim Weidner. Etwa 50 SPD-Mitglieder waren in die Schongauer Gaststätte „Olympia“ gekommen und machten sich ein Bild von den drei Kandidaten. Jeder von ihnen hatte sich auf diesen Tag vorbereitet, teilte mit, warum er kandidiere und weshalb er der bessere potenzielle Abgeordnete wäre. Angaben zu Lebenslauf und Familienstand runde- ten die Vorstellungsrunde ab, die jeweils exakt 20 Minuten dauerte. Deutlich wurden die Kandidaten bei politischen Themen. „Es muss Schluss sein mit der chronischen Unterversorgung der Kommunen“, forderte Papamichail, den das Los, sich vorzustellen, als ersten getroffen hatte. Lory spann einen weiten Bogen seiner Schwerpunkte von der Bildungsgerechtigkeit über die Energiewende und den Arbeitsmarkt bis hin zu aktuellen Infrastrukturmaßnahmen in der Region. Auch Thurner, der zudem auf seine lange Wahlkampferfahrung verwies, ging auf Defizite der Infrastruktur in der Region ein. „Wir hängen der Entwicklung hinterher“, sagte dieser und verwies beispielsweise auf den nötigen zweigleisigen Ausbau der Zug­strecke München/Garmisch-Partenkirchen. In der nachfolgenden Fragestunde zeigten die Anwesenden großes Interesse an diesem Thema. Sowohl die vor sich hin dümpelnde Fuchstalbahn als auch der rasche Ausbau der Bahnstrecke München/Garmisch-Partenkirchen interessierten die Parteimitglieder, und die Kandidaten mussten der Reihe nach Antworten auf die gestellten Fragen geben. Im Fokus der Aufmerksamkeit standen auch die Themen Ländlicher Raum, Energiewende und das derzeit in der Lechstadt zur Diskussion stehende zweite Asylantenheim. Am 10. November schließlich werden sich die Parteimitglieder in Oberhausen auf einen Kandidaten einigen.

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